Vergewaltigungsversuch

Sextäter in Hildesheim überwältigt

Hildesheim - In Hildesheim ist ein Serientäter verhaftet worden, der wiederholt Frauen sexuell belästigt hat. Am Samstagmorgen hatte der 20-Jährige sogar versucht, in der Nähe einer Schule eine 13-Jährige zu vergewaltigen.

Die Polizei in Hildesheim hat einen gefährlichen Sexualstraftäter gefasst. Der Mann wollte ein 13-jähriges Mädchen vergewaltigen, konnte aber von drei Passanten überwältigt werden. Der 20-Jährige hatte in der Vergangenheit wiederholt Frauen in Hildesheim sexuell belästigt.

Am Sonnabendmorgen passte er ein 13-jähriges Mädchen ab, das in der Marienschule am Rande der Innenstadt eine Musicalprobe besuchen wollte. Er presste das Kind gegen eine Mauer und hielt ihm den Mund zu. Der Mann riss seinem Opfer die Hose herunter und versuchte, es zu vergewaltigen. Als sich die Schülerin wehrte, schlug der Täter zu und verletzte sie im Gesicht. In Panik schrie die 13-Jährige um Hilfe, wodurch drei Passanten aufmerksam wurden. Die Männer überwältigten den Täter. Nach Ermittlungen der Polizei stellte ein Richter noch am Sonntag einen Haftbefehl aus. Seitdem sitzt der Täter in der Jugendstrafanstalt Hameln ein.

Die Nachricht von der versuchten Vergewaltigung verbreitete sich in Windeseile, denn einer der Augenzeugen fotografierte den Täter und stellte das Foto ins Internet. Der 20-Jährige hatte zuvor immer wieder Frauen in Hildesheim sexuell belästigt: Mal entblößte er sich öffentlich, mal umklammerte und begrapschte er seine Opfer. Zuletzt am 20. Juli, als er eine 19-Jährige in der Fußgängerzone attackierte.

Doch zu einem Haftbefehl hatte es bislang nicht gereicht. Ein psychiatrischer Gutachter stellte bei dem Mann zwar eine „Störung des Sozialverhaltens“ fest, erwartete in seiner Prognose aber keine Eskalation der Taten. Anders schätzt offenbar das Jugendamt die Entwicklung des 20-Jährigen ein. Gegen ihn laufen mittlerweile drei Verfahren wegen „tätlicher Beleidigung“. Das Jugendamt befürwortet in diesen Verfahren eine Jugendstrafe ohne Bewährung. Jetzt muss sich der Mann zusätzlich wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs in Tateinheit mit einer versuchten Vergewaltigung sowie wegen Körperverletzung verantworten. Sollte er nach dem Jugendstrafgesetz verurteilt werden, könnte der 20-Jährige eine Jugendstrafe von maximal zehn Jahren erhalten.

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