Deutsche unter den Opfern

Sieben Menschen bei Lawinen in den Alpen getötet

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Mehrere Lawinen haben in den Alpen sieben Menschen in den Tod gerissen.

Wien - Mehrere Lawinen haben in den Alpen am Dienstag sieben Menschen getötet. In Österreich starben drei Ski-Tourengeher, darunter zwei Deutsche. In Frankreich rissen Schneemassen vier Bergsteiger in den Tod.

In den österreichischen Bergen herrschte am Dienstag die relativ niedrige Lawinenwarnstufe zwei auf der fünfstufigen Skala. Durch starken Föhnwind änderte sich die Lage aber schnell.

Im Tiroler Zillertal riss am Mittag ein Schneebrett kurz unterhalb des Gipfels des Hohen Rifflers einen Mann aus Dresden vor den Augen seines Freundes mit, sagte ein Polizeisprecher in Tirol. Die beiden Ski-Tourengeher hatten gerade ihren Ausflug wegen starken Windes und Nebel abbrechen wollen. Der Freund fand den Verschütteten mit einem Suchgerät zwei Meter unter dem Schnee und grub ihn aus. Doch der Mann war bereits tot.

Auch im Salzburger Land töteten die Schneemassen zwei Menschen. In Obertauern löste ein Ehepaar aus Tirol im freien Gelände eine Lawine aus und wurde mitgerissen. Der 62-jährige Mann prallte dabei gegen einen Baum und verletzte sich tödlich. In Scheffau riss ein Schneebrett zwei Tourengeher aus dem Raum Freilassing in Bayern mit, von denen einer unter den Schneemassen starb. Der andere Mann blieb dank seines Lawinen-Airbags an der Oberfläche und verletzte sich schwer.

In den französischen Alpen starb eine Gruppe aus vier Bergsteigern: Die Alpinisten hätten sich gemeinsam mit einem Führer in der sogenannten „Höllenrinne“ im Parpaillon-Massiv befunden, als sie von den Schneemassen begraben wurden, teilte eine Sprecherin der Bezirksregierung von Hautes-Alpes mit. Nur der Bergführer habe sich retten können.

Die sogenannte „Goulotte des Enfers“ befindet sich oberhalb der Gemeinde Crévoux. Sie führt in Richtung des 2604 Meter hohen Gipfels „Barre des Enfers“. Der Aufstieg gilt als schwierig und lawinengefährdet. Über die Identität der Bergsteiger machten die Behörden zunächst keine Angaben.

dpa

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