Heißes Wochenende

Das sind Niedersachsens "coole" Orte

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- Ganz Niedersachsen schwitzt und flüchtet sich vor Klimaanlagen und in öffentliche „Feuchtgebiete“. HAZ.de hat ein paar kühle Orte zusammengetragen, an denen sich Zuflucht vor den Temperaturen finden lässt. Kennen Sie weitere „coole“ Zonen? Zeigen Sie uns Ihre Orte, an denen Sie der Hitze entkommen.

Kaum ist der Sommer da, wünschen sich die Niedersachsen nichts mehr als einen kühlen Ort mit milden Temperaturen. Doch wo kann man der Hitze entkommen? HAZ.de hat sich in Hannover und Niedersachsen nach erfrischenden Plätzen umgesehen. Kennen Sie auch eine Ecke, an der es sich ganz gut aushalten lässt? Schicken sie uns ihren "hitzefreien" Ort per Mail an online@haz.de, bei Facebook oder twittern Sie ihre Abkühlzone an @HAZ.

Ihre Arbeit machte Eva-Maria Puschke bei der Hitze besonders viel Spaß. „Ich habe mich richtig auf meinen Dienst gefreut, als ich hergefahren bin“, sagt sie. Denn an ihrem Arbeitsplatz herrschen 24 Grad. Puschke ist ehrenamtlich für den Willkommenskreis tätig und beantwortet in der Marktkirche Besuchern ihre Fragen – wie beispielsweise Veronika Lampe aus Lingen. Sie ist für einen Tag nach Hannover gefahren und wollte unbedingt die Marktkirche besuchen. „Sie ist wirklich sehr schön“, sagt Lampe. „Und es ist ganz herrlich, sich bei der Hitze hier aufzuhalten.“

Holger Lucius fährt jeden Tag mit der Stadtbahn aus der City nach Stöcken. Dort arbeitet er für einen Sicherheitsdienst. „Die Dienstkleidung ist der Jahreszeit angepasst, aber in der Bahn ist es kaum auszuhalten“, sagt Lucius. Besonders auf den oberirdischen Abschnitten sei es sehr heiß in den Waggons. Er freue sich immer, wenn die Bahn unterirdisch fährt. „Im Tunnel kommt wenigstens mal ein bisschen Wind rein. Und auch in den Stationen ist es sehr angenehm“, sagt Lucius. Am Nachmittag zeigte das Thermometer in der Station an der Markthalle 22 Grad.

Künstlerin Romy F. aus Hannover schreibt bei Twitter: "überall. hauptsache blaue gelmanchetten aus dem eisfach + 1 kaltes getränk dabei"

Die Party-Band "The Birds" ist gerade in Argentinien unterwegs. Die aktuelle Temperatur in Buenos Aires liegt bei 2°. "Da ist jetzt Winter. Nichts wie ins Flugzeug", twittert die Band.

Ihren Kinotag im Cinemaxx am Raschplatz hatten Benjamin Weisner und Eileen Schmidt aus Faßberg schon länger geplant. „Dass es hier so angenehm frisch ist, wussten wir gar nicht“, sagt Schmidt. Für die Schüler war das die schönste Überraschung ihres Ferientages. „Vorher waren wir Eis essen, aber das hier ist die bessere Abkühlung“, sagt Weisner. Bei 20 Grad Saaltemperatur haben sich die beiden die Komödie „Taffe Mädels“ angeschaut. Am Abend wollten sie sich eine weitere Erfrischung gönnen. „Wenn wir zu Hause sind, springen wir in den Pool“, sagt Schmidt.

Ein Ausflug in die Niki-de-Saint-Phalle-Grotte im Großen Garten in Herrenhausen hat sich für für Mirka Sliacka und Monika Doubkova gleich doppelt gelohnt. „Das ist der kühlste Ort, an dem wir heute bislang waren“, sagt Sliacka. „Und auch der schönste“, fügt Doubkova an. Die beiden Studentinnen aus der Slowakei nehmen zurzeit an der Summer School der Leibniz Universität teil. Seit Wochen stand auf ihrer Wunschliste hannoverscher Sehenswürdigkeiten der Große Garten mit der berühmten Grotte. Dort zeigte das Thermometer am Nachmittag 22 Grad.

Wer vor der großen Hitze am Wochenende flüchten möchte, der findet in der Einhornhöhle in Herzberg im Harz den wohl kühlsten natürlichen Ort Niedersachsens. Sieben Grad herrschten in der Höhle, sagte Dr. Ralf Nielbock, Betreiber der Einhornhöhle. An einer Stelle sei es sogar noch kälter: In der blauen Grotte, wo die Sonne durch eine Öffnung in die Höhle hineinscheint, seien es sogar nur vier bis fünf Grad.

"In der Höhle herrscht eine Luftfeuchtigkeit von 90 Prozent. Durch das Sonnenlicht entsteht Verdunstungskälte, es bildet sich kalter Nebel", erklärte Nielbock. Je stärker die Sonne scheine, desto kälter sei es in der Grotte. Nicht ganz so kühl wie in der Höhle ist es im Speisesaal des Zisterzienser-Klosters Walkenried im Harz mit 19 Grad. Die dicken Klostermauern bräuchten erst einige Zeit, bis sie sich erwärmten, sagte Andrea Wermter aus dem Klostercafé.

Kühle Erfrischung bieten die Talsperren im Harz. Innerste-, Oker- und Odertalsperre sind zum Baden freigegeben. "Durch das große Volumen der Wassermassen sind die Talsperren sicherlich kühler als so mancher Teich", sagte Henry Bodnar, Sprecher der Harzwasserwerke.

lok/dpa

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