Der beste Freund des Politikers

Sitzen bald Hunde im Bundestag?

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Bisher dürfen laut Hausrecht nur Blindenhunde mit in den Bundestag.

Berlin - Wau, wau! Einige Abgordnete des Deutschen Bundestages wollen ihre Hunde mit in das Hohe Haus bringen. Sie fordern eine Änderung der Hausordnung. Die Bedeutung von Heimtieren solle im Arbeitsalltag gefördert werden, argumentieren die Hundeliebhaber.

Der Bundestag kommt auf den Hund: 15 Abgeordnete von SPD und Grünen haben sich nach einem Medienbericht an Parlamentspräsident Norbert Lammert (CDU) gewandt, weil sie ihre Hunde künftig mit in das Hohe Haus bringen wollen. Dazu ist eine Änderung der Hausordnung nötig, die bislang nur Blindenhunde im Bundestag zulässt.

"Wir wollen die Bedeutung von Heimtieren im Arbeitsalltag fördern, auch im Deutschen Bundestag", sagte der Sprecher der Gruppe, Heinz Paula (SPD), der "Bild"-Zeitung (Freitag). In einem von Paula verfassten Brief wird Lammert gebeten, "dem Wunsch vieler Abgeordneter nachzukommen und die Hausordnung des Deutschen Bundestages dahingehend zu ändern, dass das Mitbringen von Hunden zulässig ist".

Mitstreiterin Silvia Schmidt (SPD) sagte der Zeitung: "Mein Hund ist mein Freund. Er braucht meine Nähe, und ich brauche seine." Der CDU-Politiker Franz-Josef Holzenkamp reagierte mit Kopfschütteln: "Den Anfang machen die Hunde. Irgendwann stehen dann die Hamsterkäfige im Plenarsaal oder streunen die Katzen durch den Bundestag?" Das Parlamentspräsidium wollte sich dem Bericht zufolge zu dem Vorstoß zunächst nicht äußern.

dpa

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