Schnee und Eis

Snow Dome soll wieder öffnen

+
Bald könnte der Ski-Spaß im Snow Dome in Bispingen weitergehen.

Bispingen - Bald sollen wieder rasante Ski-Abfahrten in der Heide möglich sein. Der im März geschlossene Snow Dome in Bispingen scheint gerettet. Den Neustart sollen reduzierte Energiekosten ermöglichen - und weniger Mitarbeiter. Das Wirtschaftsministerium könnte Hilfe leisten.

Die im März geschlossene Skihalle Snow Dome in Bispingen in der Lüneburger Heide soll wieder geöffnet werden. „Wir werden mit dem Snow Dome Bispingen zum Herbst 2013/Winter 2014 wieder an den Start gehen“, sagte Betreiber-Geschäftsführer José Fernandes am Donnerstag. Das genaue Datum stehe aber noch nicht fest. Ein neues Konzept habe die Eigentümer von der Bergbahnen Sölden GmbH überzeugt. Dazu gehörten ein verändertes Kühlungssystem und andere Öffnungszeiten. Es werde ungefähr 20 bis 30 Prozent weniger Stellen geben als vorher, sagte Fernandes. Durch die Schließung hatten 137 feste Mitarbeiter und 100 Saisonkräfte ihren Job verloren. Massiver Sanierungsbedarf der Wintersporthalle und hohe Energiekosten hatten die Eigentümer zu dem Schritt veranlasst.

Derzeit wird der Einbau neuer Kühltechnik vorbereitet, die rund 11.500 Kubikmeter Schnee und Eis wurden abgetragen. Das neue System soll den Schnee von unten kühlen und mit einem Blockheizkraftwerk bis zu 30 Prozent der bisherigen Kosten einsparen. Für die laufenden Arbeiten seien bereits 15 der entlassenen Mitarbeiter wieder eingestellt worden, sagte Sprecherin Leonie Stolz. Kühlanlagen, Schneekanonen und Lifte würden für rund 1,5 Millionen Euro wieder in Schuss gebracht werden, berichtete Fernandes.

Zukünftig soll die Halle in der Wintersaison erst am Nachmittag öffnen und am Wochenende ganztags genutzt werden. Im Sommer werden die Pisten nur am Wochenende bereit stehen. Gastronomie und Seminarbereich sollen ständig geöffnet sein.

Das Land Niedersachsen hatte den Snow Dome und die Infrastruktur dafür mit 4,5 Millionen Euro gefördert. Man sei in guten Gesprächen mit dem Wirtschaftsministerium, sagte Fernandes. „In erster Linie geht es um die Bereitstellung von Know-how in Bezug auf Fördermöglichkeiten. Diese sind auf der einen Seite im Energiebereich denkbar, auf der anderen Seite aber auch bei der Qualifizierung von Personal.“ Im vergangenen Geschäftsjahr hatten die Skihalle und ihre Restaurants nach Angaben der Betreiber insgesamt rund 500.000 Besucher.

Das Wirtschaftsministerium wolle das Projekt weiter begleiten, sagte Sprecher Stefan Wittke in Hannover. Zurzeit lägen aber keine Anträge auf konkrete finanzielle Unterstützung aus Bispingen vor. „Wir können energetische Verbesserungen fördern, wir können bei der Qualifizierung eventueller neuer Mitarbeiter helfen und wir haben dafür einen direkten Ansprechpartner im Tourismusreferat des Ministeriums bereitgestellt“, sagte Wittke. Vorausgegangen seien zwei Gespräche zwischen den Betreibern und Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD).

dpa

1520343

Kommentare