114. Deutscher Wandertag

Bis die Sohle aufgibt

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Die Stadt Bad Harzburg am Nordrand des Mittelgebirges richtet den 114. Deutschen Wandertag aus.

Bad Harzburg - Ob am Tag oder in der Nacht, mit Luxus-Equipment oder traditioneller Ausrüstung, ob barfuß oder gleich komplett nackt: Der Harz wird in dieser Woche zum Ziel für Zehntausende Wanderer. Die Stadt Bad Harzburg am Nordrand des Mittelgebirges richtet den 114. Deutschen Wandertag aus.

Der Harz wird in den kommenden Tagen zum Ziel für Zehntausende Wanderer. Die Stadt Bad Harzburg am Nordrand des Mittelgebirges richtet den 114. Deutschen Wandertag aus. Das jährliche Treffen gilt als weltweit größtes Wanderfest.

Vom 13. bis zum 18. August erwarten die Organisatoren unter dem Motto „Weltkultur erwandern - Mythen erleben“ bis zu 30.000 Besucher, sagte Sprecher Detlef Kaczmarek. Die fast 200 Wanderungen und Exkursionen führen etwa zum Fagus-Werk in Alfeld, das 1911 vom Bauhausgründer Walter Gropius errichtet wurde, oder zum Hildesheimer Dom. Beide Bauwerke gehören zur Unesco-Welterbeliste.

Erster Höhepunkt ist die für den 14. August geplante Ankunft einer Wandergruppe aus Oberstdorf. Der Ort in Bayern hatte im vergangenen Jahr den Wandertag ausgerichtet, und traditionell wird der Wimpel zur nächsten ausrichtenden Stadt weitergetragen.

„Zum Festumzug am Sonntag durch die Innenstadt von Bad Harzburg werden bis zu 15.000 Teilnehmer aus ganz Deutschland erwartet“, sagte Kaczmarek. Je nach Wetter dürfte eine ähnliche Zahl von Zuschauern kommen. Am Tag darauf wird vor der Kulisse der Kaiserpfalz in Goslar Abschied genommen. Auch die Altstadt von Goslar ist Welterbestätte.

„Der Harz gilt bundesweit als klassisches Ziel für Urlaubswanderer“, sagte Kaczmarek. „Rund 10.000 Kilometer Wanderwege locken jedes Jahr mehrere Millionen Wanderer in die Region.“

Organisiert wird das Treffen vom Deutschen Wanderverband. Er ist die Dachorganisation von bundesweit 57 Wandervereinen. Insgesamt sind dort nach Angaben eines Sprechers rund 600.000 Menschen organisiert. Die Mitglieder betreuen und unterhalten ehrenamtlich das Wanderwegenetz, organisieren Touren oder engagieren sich in der Bildungs- und Naturschutzarbeit.

dpa

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