Nach Hochwasser

Sonderzug bringt Pendler nach Wolfsburg

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Foto: Ein Pendler wartet am Bahnhof Wolfsburg auf einen Zug.

Wolfsburg/Berlin - Die Deutsche Bahn hat ein Einsehen mit den Nöten der Pendler zwischen Hannover und Wolfsburg. Ab Montag verkehrt ein Sonderzug auf der Strecke, um die rund 1500 Betroffenen schneller zu ihrem Arbeitsplatz zu bringen.

Bislang hatte das Unternehmen stets argumentiert, dass alle Züge in Richtung Berlin wegen der überfluteten Strecke bei Stendal bis auf Weiteres über Braunschweig umgeleitet werden müssten. Deshalb könne der Wolfsburger Bahnhof nicht von den schnellen ICE angefahren werden. Diese Fahrplanänderung brachte für die Pendler zwischen Hannover und Wolfsburg mindestens eine Verdoppelung ihrer Fahrtzeit zur Arbeit mit sich. Zusätzliche Züge für die Pendler standen nach Angaben des Unternehmens nicht zur Verfügung, weil sie anderweitig im Einsatz waren.

Damit ist jetzt Schluss. Von Montag an verlässt ein Sonderzug allmorgendlich um 7.26 Uhr den Hauptbahnhof in Hannover und fährt ohne einen weiteren Zwischenstopp nach Wolfsburg. Dort kommt er um 8.01 Uhr an. Am Nachmittag startet der Sonderzug um 16.51 Uhr in Wolfsburg. Er erreicht Hannover um 17.27 Uhr. Ab Montag sind die Fahrzeiten des Sonderzuges auch auf der Internetseite des Unternehmens abrufbar.

Der Sonderzug besteht auf der Hin- und Rückfahrt jeweils aus fünf Wagen, in denen es 410 Sitzplätze in der 2. Klasse sowie 30 Sitzplätze in der 1. Klasse gibt. „Der zusätzlich eingesetzte Zug zwischen Hannover und Wolfsburg besteht aus alten Nahverkehrswagen, die wir in aller Eile aus der ganzen Republik zusammengesucht haben“, sagt Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis. Der Sonderzug soll, so die bisherigen Planungen, bis zum 19. Juli zwischen den beiden Städten verkehren. Bis dahin hofft die Bahn, dass die Schäden im Bereich Stendal so weit behoben sind, dass der reguläre Verkehr in Richtung Berlin mit den schnellen ICE wieder aufgenommen werden kann.

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