Eingliederung von Migranten

Sozialministerin Özkan verleiht Integrationspreis

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Foto: Engagiert für die Eingliederung von Menschen mit ausländischen Wurzeln: Sozialministerin Aygül Özkan inmitten der Nominierten. Am Ende ging der Integrationspreis aber nur an fünf von ihnen.

Hannover - Fünf Projekte und Menschen, die sich in vorbildlicher Weise um die Eingliederung zu Migranten kümmern, sind am Dienstagabend von Sozialministerin Aygül Özkan (CDU) mit dem Niedersächsischen Integrationspreis ausgezeichnet worden.

Integration kennt keine Altersgrenze. Dieser Prozess kann schon vor der Geburt beginnen - und sich bis ins hohe Alter ziehen. Oder in den Worten von Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan (CDU): „Integration ist keine Momentaufnahme.“ Die Politikerin vergab gestern im Alten Rathaus von Hannover vor 140 Gästen den niedersächsischen Integrationspreis 2012. Zum fünften Mal zeichnete das Land damit beispielhafte Projekte aus, die sich um die Integration zugewanderter Mitbürger bemühen.

In diesem Jahr orientierten sich die Preiskategorien an dem Verlauf eines Menschenlebens: Die Ausgezeichneten engagieren sich in Schwangerentreffs, helfen Auszubildenden und betreuen ältere Menschen mit Migrationshintergrund. Özkan lobte den Einsatz der Preisträger, die Migranten in den verschiedenen Lebensphasen unterstützen. Sie seien somit ein Vorbild für andere. „In jedem Lebensabschnitt besteht der Anspruch, ein gleichberechtigter Teil der Gesellschaft zu sein“, sagte sie.

So trägt in Hildesheim der interkulturelle Verein Zack dazu bei, dass die jüngsten Mitbürger und ihre Mütter eine professionelle Unterstützung vor und bei der Geburt erhalten. Für ihre Gruppe, bei der sich schwangere Mütter mit Migrationshintergrund treffen, wurde das Projekt in der Kategorie Schwangerschaft/Geburt prämiert.

Um die Förderung von Kindergartenkindern ohne ausreichende Deutschkenntnisse kümmert sich das Projekt „Familienkreis“ aus Meinersen (Landkreis Gifhorn). Sie erhielten den Preis in der Kategorie frühkindliche Förderung. Dazu wurde noch Andrea Menge aus Schwanewede für ihren Einsatz bei Auszubildenden und Nicole Tietgens aus Cuxhaven ausgezeichnet. Tietgens berät und betreut für die Nordseepflege Bremerhaven ältere Menschen mit Migrationshintergrund. Alle Preise waren mit jeweils 4500 Euro dotiert. Einen Sonderpreis, der mit 2500 Euro dotiert ist, gab es für Anneliese Leffler aus Müden (Aller). Sie wurde für ihr langjähriges Engagement in ihrer Gemeinde ausgezeichnet, in der sie vor allem Hilfe zur Selbsthilfe für Migranten aus dem Kosovo leistet. Selbstverständlich ganz ohne Altersgrenze.

Christopher Piltz

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