Erweitertes Verfahren

Staatsanwalt prüft Todesstrafe für Kidnapper von Cleveland

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Ariel Castro soll etwa ein Jahrzehnt Frauen bei sich gefangen gehalten haben.

Washington - Etwa ein Jahrzehnt lang soll Ariel Castro in seinem Haus in den USA drei Frauen gefangen gehalten haben. Angeklagt wurde er wegen Vergewaltigung und Entführung. Nun prüft der Staatsanwalt weitere Anklagepunkte.

Dem mutmaßlichen Kidnapper der drei jungen Frauen in Cleveland droht möglicherweise die Todesstrafe. Der zuständige Bezirksstaatsanwalt Timothy McGinty teilte am Donnerstag mit, dass er zusätzliche Anklagen gegen Ariel Castro wegen vorsätzlichen Mordes, versuchten Mordes und Körperverletzung anstrebe. Er bezog sich dabei auf Vorwürfe, nach denen Castro zumindest eine seiner Gefangenen mehrere Male gewaltsam zum Schwangerschaftsabbruch gezwungen haben soll, nachdem er sie vergewaltigt hatte.

Er werde „jeden Akt vorsätzlichen Mordes“ untersuchen, den der Angeklagte „begangen hat, indem er... Schwangerschaften abbrach“, sagte McGinty. Das Gesetz erlaube die Todesstrafe für Kriminelle, die im Zuge einer Entführung vorsätzlichen Mord begingen. Es war die erste offizielle Bestätigung von Berichten, nach denen zumindest eine Frau in der Gefangenschaft eine oder vielleicht sogar mehrere Fehlgeburten erlitt.

Die drei Frauen - Amanda Berry, Gina DeJesus und Michelle Knight - waren am Montag nach etwa einem Jahrzehnt Gefangenschaft befreit worden.

dpa

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