Schnee und Glätte

Städte sehen sich für den Winter gewappnet

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- Niedersachsen sieht sich im Kampf gegen Schnee und Glätte gut gerüstet: Die Salzlager sind gefüllt, die Mitarbeiter der Autobahn- und Straßenmeistereien stehen bereit. Engpässe beim Streugut wie vor einigen Jahren soll es nicht mehr geben.

Niedersachsens Auto- und Straßenmeistereien sind gut auf den Winter vorbereitet. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Landesweit sind rund 150 000 Tonnen Streusalz in mehr als 110 Depots eingelagert. Über 600 Winterdienstfahrzeuge und rund 1400 Mitarbeiter stehen für den Einsatz zur Verfügung.

Aus den Engpässen in den Wintern 2009/2010 und 2010/2011 wurden Lehren gezogen: „Sobald im laufenden Betrieb der Bestand 80 Prozent der Lagerkapazität unterschreitet, wird Salz nachbestellt“, sagte die Sprecherin der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Heike Haltermann. Ein zentral gesteuertes Management, das den Bedarf, den Einkauf, die Lagerhaltung, die Transportlogistik und den Bestand überwacht, macht das möglich.

Bei den Autobahnmeistereien wird zudem nicht mehr nur die konventionelle Streuung aus 30 Prozent Feuchtmittel und 70 Prozent trockenem Salz zum Einsatz kommen. Was sich in Pilotprojekten bewiesen hat, wird in dieser Saison flächendeckend eingeführt: Die reine Solestreuung. Dabei handelt es sich um eine Salzlösung, die bei Fahrbahntemperaturen von bis zu minus sechs Grad verwendet werden kann. Auf Splitt wird wegen der mangelnden Eignung bei hohen Geschwindigkeiten verzichtet.

Anders sieht es in den Städten aus. Hier kommt neben Salz und Sole auch Splitt zum Einsatz. In Hildesheim sind derzeit 1000 Tonnen Streugut eingelagert. „Zwar war der vergangene Winter mild, dennoch wurden rund 500 Tonnen Streusalz verbraucht“, berichtete der Fachbereichsleiter für Tiefbau und Grün, Heinz Habenicht. Sollte das Streusalz dennoch mal knapp werden, könne innerhalb von 48 Stunden für Nachschub gesorgt werden.

In Emden wird jedes Jahr ein fester Bestand von 650 Tonnen Streusalz eingelagert. Doch davon wurden im vergangenen Winter gerade mal 182 Tonnen verbraucht. „Was übrig bleibt, wird einfach im nächsten Jahr verwendet“, sagte der Pressesprecher der Stadt, Eduard Dinkela. Damit Engpässe ausblieben werde sparsam mit dem Salz umgegangen. Darüber hinaus könnten die großen Raumfahrzeuge genau berechnen, wie viel bei welchem Straßenzustand gestreut werden müsse.

Auch Wolfsburg ist gut auf den Winter vorbereitet, teilte die Pressesprecherin der Stadt, Elke Wichmann, mit. Insgesamt stehen hier 2100 Tonnen Streumittel zur Verfügung. Im Vergleich dazu: 2010 waren es insgesamt gerade mal 800 Tonnen. Falls sich der Winter von seiner milden Seite zeigen sollte, wird trotzdem kein Salz verschwendet. Die Streumaterialien sind lagerfähig, können also auch im folgenden Jahr verwendet werden.

In Osnabrück kann bei Schnee und Glätte auf bis zu 240 Mitarbeiter zurückgegriffen werden. 1200 Tonnen Streusalz und 500 Tonnen Splitt stehen derzeit zur Verfügung. Weitere 800 Tonnen Salz liegen auf Abruf bereit. „Die Winterfahrzeuge sind startklar, die letzten Probeläufe sind erfolgreich abgeschlossen und die Einsatzpläne stehen“, sagte ein Sprecher der Stadt.

Auch in Lüneburg kann der Winter kommen. 1450 Tonnen Streusalz füllen die Lager - sollte das Streusalz doch mal knapp werden, sorgt eine vertragliche Regelung mit dem Lieferanten für schnellen Nachschub. Insgesamt räumt und streut der Winterdienst in Lüneburg 125 Kilometer Straße.

In Goslar liegen 250 Tonnen Streusalz im Depot. Zwar wurden letztes Jahr rund 500 Tonnen verbraucht, dennoch werden auch hier keine Engpässe befürchtet: „Durch unsere Lieferbeziehung sind Nachlieferungen kein Problem“, sagte der Pressesprecher der Stadt, Christian Burgart. Ebenso kann auf Splitt als Ersatzstreumittel zurückgegriffen werden.

lni

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