Mehrere Verletzte

Straßenbahn-Unfälle in Karlsruhe und Düsseldorf

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Foto: In Karlsruhe prallten zwei Straßenbahnen zusammen. Auch in Düsseldorf kam es zu einem Straßenbahnunfall.

Karlsruhe/Düsseldorf - Folgenschwerer Unfall im morgendlichen Berufsverkehr: Mitten in der Karlsruher Innenstadt stoßen zwei Bahnen zusammen. Fahrer und Fahrgäste erleiden Platzwunden und Prellungen. Auch in Düsseldorf kracht es.

Bei zwei Straßenbahn-Unfällen in Karlsruhe und Düsseldorf sind am Freitag mehrere Menschen verletzt worden. In Düsseldorf entgleiste eine Tram aus noch ungeklärter Ursache in einer Wendeschleife nahe der Universität. Ein Wagen stürzte dabei um, wie die Feuerwehr mitteilte. Mehrere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Beim Unfallort handelt es sich nach Angaben des Verkehrsunternehmens Rheinbahn um eine enge Kurve, in der die Straßenbahn nur langsam fahren kann. Nach etwa 40 Minuten seien alle Fahrgäste aus dem umgekippten Wagen geborgen gewesen, berichtete die Feuerwehr. Der Fahrer der Bahn habe zunächst nicht vernommen werden können. Die Feuerwehr war mit über 90 Einsatzkräften vor Ort. Besondere Schwierigkeiten bereitete die Bergung des instabilen Zuges.

In der Karlsruher Innenstadt prallten zwei Straßenbahnen zusammen. Mindestens zehn Passagiere und die beiden Fahrer erlitten leichte Schnittwunden, Prellungen und Platzwunden, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Ein Verletzter musste zunächst noch im Krankenhaus bleiben. Eine Bahn sprang aus den Gleisen und wurde erheblich beschädigt. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf eine halbe bis eine Million Euro.

Möglicherweise habe einer der Bahnfahrer ein Haltesignal überfahren, sagte der Polizeisprecher. Die Ampelanlage habe einwandfrei funktioniert, auch die Weichen seien richtig gestellt gewesen. Die Polizei ermittelt. Die Bergung mit Unterstützung der Feuerwehr dauerte dreieinhalb Stunden, nach vier Stunden konnte der Verkehr wieder aufgenommen werden. „Nach wie vor gilt die Straßenbahn als sehr sicheres Verkehrsmittel“, hieß es im Polizeipräsidium.

Bei einem Zusammenstoß von zwei Karlsruher Straßenbahnen im Oktober 2008 waren 16 Menschen verletzt worden. Danach verurteilte das Amtsgericht einen Fahrer wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 3000 Euro. Der Mann habe seine Sorgfaltspflicht verletzt, weil er trotz eines Haltesignals auf eine Kreuzung gefahren sei.

dpa

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