Flugverbindungen

Streik in Spanien und Portugal trifft Urlauber

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Foto: Wegen des Generalstreiks in Spanien und Portugal werden Urlauber am Mittwoch mit Annulierungen im Flugbetrieb rechnen müssen.

Berlin - Der Generalstreik in Spanien und Portugal am Mittwoch trifft auch deutsche Urlauber. Sie müssen mit geänderten Flugzeiten und Annullierungen rechnen. So streicht Lufthansa insgesamt 18 Verbindungen von und nach Spanien.

Dabei handelt es sich um Flüge zwischen Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf, Berlin oder München und Madrid, Barcelona, Bilbao oder Valencia. Darauf weist eine Sprecherin der Lufthansa hin. Passagiere auf den betroffenen Flügen können kostenlos umbuchen oder stornieren.

Verbindungen zwischen Deutschland und Portugal seien bislang nicht betroffen, so die Lufthansa-Sprecherin. Sie rät Kunden jedoch, sich kurz vor dem Flug auf der Webseite über den aktuellen Stand zu informieren. Generell gelte: „Passagiere sollten sich am Mittwoch auf Unregelmäßigkeiten einstellen“.

Reiserechtlich gesehen haben Kunden nach einem annullierten Flug Anspruch auf einen Platz in der nächsten infrage kommenden Maschine. Darauf weist der Reiserechtler Paul Degott aus Hannover hin. Ein Recht auf die Entschädigungszahlung nach EU-Fluggastrechteverordnung haben die Betroffenen aber nicht: Ein Streik gelte generell als höhere Gewalt, darauf könne sich die Fluggesellschaft in der Regel berufen, erläutert Degott.

Wer wegen des annullierten Flugs sein Hotel nicht erreicht und entsprechend dort nicht übernachten kann, muss gut verhandeln: Generell ergibt sich aus dem Streik kein Recht für den Kunden, das Hotel kostenlos zu stornieren. Lässt sich der Hotelier nicht darauf ein, muss der Kunde zahlen. Bei Pauschalurlauben sieht es anders aus:

Kann der Kunde die Reise wegen der streikbedingten Flugannullierung nicht rechtzeitig antreten, hat er Anspruch auf eine Minderung des Reisepreises gegenüber dem Veranstalter.

dpa

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