Atemwegserkrankung

In Südkorea stirbt der 20. Mensch an Mers

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Bild: Die Besucherin einer staatlichen Einrichtung in Seoul wird von einer Soldatin auf Fieber getestet.

Seoul - Seit vier Wochen wütet die Atemwegserkrankung Mers in Südkorea. Tausende Menschen befinden sich in Quarantäne, und nun ist der 20. Mensch an Mers gestorben. Die Weltgesundheitsorganisation spricht von einem "großen und komplexen" Ausbruch.

Vier Wochen nach dem Mers-Ausbruch in Südkorea steigt dieZahl der Todesfälle und Neuerkrankungen in dem Land weiter. Eine Patientin starb in der Nacht zum Mittwoch, wie südkoreanische TV-Sender unter Berufung auf die Gesundheitsbehörden berichteten. Das Gesundheitsministerium meldete außerdem acht weitere Mers-Patienten.

Mittlerweile starben 20 Menschen in Südkorea an dem Coronavirus (Mers-CoV), die Zahl der Patienten kletterte auf 162.Die Zahl der Patienten in Quarantäne stieg seit Dienstag von etwa 5600 auf rund 6500. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte Ende der vergangenen Woche von einem "großen und komplexen"Ausbruchin Südkorea gesprochen, der sich noch einige Wochen hinziehen könnte.

Der erste bestätigte Mers-Kranke in dem Land war im Mai ein 68-Jähriger, der von einer Nahost-Reise zurückgekehrt war. Weltweit erstmals wurde der Erreger 2012 in Saudi-Arabien nachgewiesen. Mers zählt wie viele Erkältungsviren und wie der Sars-Erreger zuden Coronaviren.

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