Inntalautobahn

Super-Stau nach Einreiseverbot für LKW

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Foto: Das Einreiseverbot von italienischer Seite hatte in Bayern dafür gesorgt, dass sich Lastwagen kilometerlang stauten.

Rosenheim - Super-Stau auf der A93: Eine Nacht mussten Lastwagen auf der Standspur der Inntalautobahn ausharren. Der Grund für die Zwangspause waren heftige Schneefälle. Am Dienstag löste sich der Stau wieder auf.

Italien hat das wegen starker Schneefälle verhängte Einreiseverbot für Lastwagen aufgehoben, die kilometerlangen Staus auf bayerischen Autobahnen lösten sich auf. Bis auf einige kleinere Staus nach Pannen mit liegen gebliebenen Lastern lief der Verkehr auf der am stärksten betroffenen Inntalautobahn (A93) am Dienstagnachmittag wieder normal. Das Einreiseverbot hatte auch in Österreich, Slowenien und Ungarn zu überfüllten Rastplätzen und Staus geführt.

Die mit Lastern vollgestellten Parkplätze der A93 zwischen Rosenheim und der österreichischen Grenze in Kiefersfelden leerten sich im Laufe des Tages zügig, wie ein Polizeisprecher in Rosenheim sagte. Am Morgen hatten die Last- und Sattelzüge noch auf einer Länge von 20 Kilometern vor dem früheren Grenzübergang auf der rechten Fahrspur der A93 gestanden.

Die bayerischen Behörden hatten sich am Montag entschlossen, die Laster nicht von der Autobahn abzuleiten, sondern geordnet auf der A93 auf die Weiterreise durch Österreich nach Italien warten zu lassen. So verbrachten Hunderte von Brummi-Fahrern dort die Nacht in ihren Führerhäusern. Da die Kraftfahrer auf derartige Situationen eingestellt sind, habe das Bayerische Rote Kreuz nicht mit Decken oder warmen Getränken anrücken müssen.

Am Münchner Flughafen wurden wegen heftiger Schneefälle im Alpenraum 51 Starts und Landungen annulliert. Weitere 50 Maschinen hatten Verspätung. Lediglich zwei Starts und zwei Landungen fielen wegen des Winterwetters in München aus, wie ein Sprecher sagte. Ursache für die meisten Annullierungen war Schnee in Italien und der Schweiz.

Im westungarischen Bezirk Zala kamen am Dienstag fast 800 Lastwagen nicht weiter, weil Slowenien am Vortag seine Grenzen für Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 7,5 Tonnen gesperrt hatte. Auch hier waren heftige Schneefälle die Ursache. Für die Lastwagen, die in Ungarn feststecken, reichten die Parkplätze entlang der Autobahnen und Fernstraßen nicht mehr aus.

dpa

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