Gewitter in Niedersachsen und Bremen

Supermarkt bricht nach Unwetter zusammen

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Unwetter haben in Niedersachsen und Bremen für Schäden gesorgt.

Bremen/Brunsbüttel - Erst Hitze, dann Unwetter: Vor allem im Norden Deutschlands hielten Gewitter Feuerwehr und Polizei auf Trab. In Bremen-Nord schlugen nach Polizeiangaben zwei Blitze ein, dabei fing der Dachstuhl eines Einfamilienhauses Feuer. In Brunsbüttel stürzte ein Supermarkt unter den Wassermassen zusammen.

Vollgelaufene Keller, überschwemmte Straßen und umgestürzte Bäume: Unwetter mit Blitz und Donner haben vor allem im Norden Deutschlands Schäden angerichtet. In Brunsbüttelin Schleswig-Holstein hielt das Dach eines Supermarktes den Wassermassen nicht stand und brach ein. Die Mitarbeiter konnten sich in Sicherheit bringen.

In Hamburg fuhr die Feuerwehr mehr als 140 Einsätze wegen überfluteter Straßen und Keller, wie ein Sprecher sagte. Von den Unwettern in der Nacht zum Donnerstag waren auch Bremen, Teile von Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern betroffen. Die Polizei in Kiel berichtete von drei brennenden Reetdachhäusern und vermutete Blitzeinschlag als Ursache. Menschen seien nicht verletzt worden.

250.000 Euro Schaden nach Blitzeinschlag

Auch in Mecklenburg-Vorpommern gab es zahlreiche Einsätze wegen Wasserschäden oder umgestürzter Bäume, wie die Polizei Rostock mitteilte. Zwei Boote sanken in der Nähe von Rostock, Menschen wurden nicht verletzt. In Bremen schlugen nach Polizeiangaben zwei Blitze ein, dabei fing der Dachstuhl eines Einfamilienhauses Feuer. Verletzt wurde nach Angaben der Feuerwehr niemand, es entstand ein Schaden von 250 000 Euro. Die Regenfälle setzten zahlreiche Keller unter Wasser. In der Hansestadt zählte die Feuerwehr 80 Einsätze innerhalb von drei Stunden.

Im niedersächsischen Langen setzte ein Blitz ein Wohnhaus in Brand. Da die Hausbewohner im Urlaub waren, wurde niemand verletzt. Den Schaden schätzte die Polizei auf 100 000 Euro. Über den Norden von Sachsen-Anhalt zogen in der Nacht zu Donnerstag ebenfalls heftige Gewitter hinweg. Ein Blitzeinschlag setzte in Arendsee eine Scheune in Brand, wie ein Polizeisprecher in Magdeburg sagte. Das Gebäude brannte nieder. Verletzt wurde niemand. Zudem stürzten zahlreiche Bäume um.

In Gütersloh in Nordrhein-Westfalen richtete ein Unwetter ebenfalls größere Schäden an. Wie die Polizei mitteilte, wurden Straßen überflutet und Bäume stürzten um. Die Feuerwehr musste etwa 120 Keller und Tiefgaragen leer pumpen. Fast alle Bahnunterführungen waren mit Wasser vollgelaufen. Im Bahnverkehr kam es infolge der Unwetter zu mehreren kleineren Schäden, sagte eine Sprecherin am Donnerstagmorgen. Sie seien aber fast alle behoben worden.

dpa

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