Nordsee

Taucher auf Offshore-Baustelle tödlich verunglückt

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Ein Taucher ist am Offshore-Windpark „Riffgat“ ums Leben gekommen.

Borkum - Ein britischer Taucher ist bei Unterwasserarbeiten im Offshore-Windpark „Riffgat“ in der Nordsee nördlich von Borkum ums Leben gekommen. Der 26-Jährige sei in 20 Meter Wassertiefe von einer Betonmatte verschüttet worden, teilte die Polizei im ostfriesischen Leer am Samstag mit.

Die Matten würden zum Beschweren von Versorgungskabeln am Meeresgrund ausgebracht. Sofort eingeleitete Wiederbelebungsversuche verliefen erfolglos. Das Taucherbasisschiff mit der Leiche des Verunglückten ist nach weiteren Angaben auf dem Weg nach Emden.

Der Taucher wollte nach Angaben des Oldenburger Energieversorgers EWE mit einem Kollegen die Betonmatte in Position bringen. Dabei sei er unter die Matte geraten. Eine Notärztin, die von einem Seenotrettungskreuzer zur Unglücksstelle gebracht wurde, konnte nur noch den Tod des Tauchers feststellen. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. EWE und der Projektentwickler Enova errichten den Windpark „Riffgat“ mit 30 Anlagen seit Mitte 2012.

Neben der Wasserschutzpolizei wurde auch das Gewerbeaufsichtsamt in Oldenburg als Genehmigungsbehörde über den Vorfall informiert. In den nächsten Tagen sollen Untersuchungen zur Klärung der Unglücks- und Todesursache beitragen.

In den vergangenen Jahren hatte es mehrfach tödliche Unfälle mit Tauchern an Offshore-Windparks in der Nordsee gegeben. Die Arbeiten im bis zu 40 Meter tiefen Wasser gelten als gefährlich, da sie durch starke Strömungen, schlechte Sicht und Wellen erschwert werden.

dpa

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