Briten feiern mit Prince George

Zur Taufe gibt's alten Hochzeits-Kuchen

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London - Drei Monate nach seiner Geburt wird heute Prince George, der Sohn von William und Kate, getauft – mit Wasser aus dem Jordan. Neben der engsten Familie versammeln sich im St. James' Palast die engsten Freunde der Eltern.

Zur Taufe des kleinen britischen Prinzen George sollten sich am Mittwoch im Londoner St. James' Palast nur die engsten Familienmitglieder und Freunde von Prinz William und Herzogin Kate versammeln. Neben der britischen Königin Elizabeth II. (87) und Prinzgemahl Philip (92) standen für die Zeremonie noch die Eltern und Geschwister von William und Kate (beide 31) auf der Gästeliste, wie der Palast mitteilte. Mit dabei natürlich auch: die sieben ausgewählten Paten, die alle enge Freunde des Paares sind.

Was genau von der Taufe an die Öffentlichkeit dringen wird, war am Mittwoch zunächst unklar. Offizielle Fotos werden erst am Donnerstag erwartet. Fotograf Jason Bell, der sonst für Ablichtungen von Prominenten wie Scarlett Johansson oder David Beckham bekannt ist, sollte die Bilder machen. Vor dem Palast campierten einige wenige Royal-Fans, die hofften, einen Blick auf die ankommenden Gäste zu erhaschen.

Die kirchliche Zeremonie in der Kapelle des Palastes sollte in Teilen streng den königlichen Traditionen folgen, der drei Monate alte George eine Nachbildung des königlichen Taufkleides tragen, das vor ihm schon Generationen von Königskindern - darunter die Queen und ihre Kinder und Enkelkinder - zur Feier der Aufnahme in die christliche Gemeinschaft angezogen bekommen hatten. Der Erzbischof von Canterbury Justin Welby wollte Wasser aus dem Jordan verwenden, um den Jungen auf den Namen George Alexander Louis zu taufen

Danach war im Palast eine Feier angesetzt. Auf den Tisch sollte unter anderem ein Stockwerk der Hochzeitstorte von William und Kate vom April 2011 kommen, die die Konditorin Fiona Cairns gebacken hatte. Es handelt sich um ein Dauergebäck, eine Art Früchtebrot-Kuchen, der sich sehr lange hält.

Die Prominenteste unter den sieben Taufpaten ist Zara Tindall, Cousine von Prinz William und Enkelin der Queen. Neben der 32 Jahre alten Weltklasse-Reiterin Tindall, die mit ihrem Ehemann Michael selbst ein Kind erwartet, gehören auch Oliver Baker, ein früherer Studienfreund von William und Kate, Emilia Jardine-Paterson, eine Schulfreundin von Kate, sowie Jamie Lowther-Pinkerton, ein ehemaliger Privatsekretär des Paares, zu den Paten des kleinen Prinzen. Außerdem: Julia Samuel, eine enge Freundin von Williams Mutter Diana, und William van Cutsem, ein Freund Williams seit Kinderzeiten, sowie Earl Hugh Grosvenor. William selber hat nur sechs Paten.

Seit seiner Geburt am 22. Juli war der Prinz erst einmal öffentlich zu sehen, als seine Eltern ihn aus dem Krankenhaus nach Hause fuhren. Dabei schlief er. Wenige Wochen später wurde ein Familienfoto veröffentlicht, geschossen von Kates Vater Michael Middleton.

Für einen Teil der Familie war die Taufe nur ein Termin unter mehreren an diesem Tag: Thronfolger und Opa Prinz Charles hatte unter anderem noch eine Ordensverleihung sowie ein Treffen mit Birmas Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi auf dem Terminplan.

Die Queen und Philip hatten am Abend zu einem Empfang für einen guten Zweck in den Buckingham Palast eingeladen. Kate besuchte am Donnerstag in London einen Empfang zugunsten der Suchthilfeorganisation "Action on Addiction".

dpa

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