Obama frustriert über Waffengesetz

Teenager erschießt 14-Jährigen in High School

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Foto: Am Dienstag hat ein Teenager einen 14-Jährigen in einer High School im US-Bundesstaat Oregon erschossen.

Washington - In den USA ist es schon wieder zu einer tödlichen Schießerei an einer Schule gekommen. Daraufhin prangert der US-Präsident die Waffengesetze seines Landes an: „Wir sollten uns dafür schämen“, sagte Barack Obama nach der Bluttat. Doch die Chancen für eine Reform stehen schlecht.

Nach einer erneuten Schießerei an einer Schule hat sich US-Präsident Barack Obama frustriert über die Waffengesetze in seinem Land geäußert. „Wir sollten uns dafür schämen“, sagte er am Dienstag, nachdem kurz zuvor ein Teenager an einer High School in Portland im US-Bundesstaat Oregon einen 14-jährigen Jungen erschossen hatte.

Der Schütze kam ebenfalls ums Leben, jedoch war unklar, ob er sich selbst umbrachte oder von der Polizei erschossen wurde. Ein Lehrer wurde verletzt, als der Schütze in der Umkleidekabine der Turnhalle das Feuer eröffnete, berichtete die Zeitung „The Oregonian“. Die Bluttat ereignete sich am vorletzten Schultag vor den Sommerferien. Das Gelände wurde abgeriegelt, nach und nach wurden Schüler und Lehrer in Sicherheit gebracht.

Am Mittwoch soll bei einem Spiel der Fußball-Mannschaft Portland Timbers in einer Schweigeminute des Toten gedacht werden. Unterdessen will die Polizei die Sicherheit laut „Oregonian“ an öffentlichen Schulen in der Umgebung in den kommenden Tagen verschärfen. Konkrete Maßnahmen wurden nicht genannt.

Nach Angaben einer Gruppe, die sich für Waffengesetze einsetzt, handelte es sich um die 74. Schießerei in einer Schule, seit Ende 2012 in Newtown (US-Bundesstaat Connecticut) 20 Kinder und sechs Erwachsene erschossen wurden.

Obama zeigte sich verärgert darüber, dass der Kongress in Washington einer Verschärfung des Waffenrechtes keine Chance gibt. Ein entsprechender Gesetzentwurf des Präsidenten schaffte es im vergangenen Jahr nicht einmal zur Abstimmung. Vor allem Republikaner blockierten die Verschärfung. Die mächtige Waffenlobby National Rifle Association (NRA) machte Stimmung gegen den Entwurf, der vorsah, auch bei Verkäufen auf Waffenmessen und übers Internet eine Hintergrundprüfung der Kunden zu verlangen.

„Wir sind das einzige entwickelte Land, in dem so etwas passiert“, sagte er in einem Chat auf der Online-Plattform Tumblr. „Und es passiert einmal pro Woche.“ Für ihn sei das sehr frustrierend. Aber „wenn die öffentliche Meinung keine Änderung durch den Kongress verlangt, dann wird sich nichts ändern“. Viele Kongressmitglieder hätten offenbar Angst vor der Macht der Waffenlobby.

In den vergangenen Wochen ist es in den USA wiederholt zu Schießereien an öffentlichen Orten, darunter auch Schulen und Universitäten gekommen.

dpa

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