Wende im Kälte-Fall

Schüler ohne Busticket erfindet Lügengeschichte

Ludwigslust - Ein zehn Jahre alter Junge hat am Montag in Mecklenburg-Vorpommern seine Schülerfahrkarte vergessen - und in seiner Not eine Lügengeschichte über einen Busfahrer erfunden.

Dieser soll ihn wegen des fehlenden Tickets nicht mitgenommen und auf einen acht Kilometer langen Spaziergang im Dunkeln geschickt haben. Die Mutter des Jungen kündigte Beschwerde bei dem Busunternehmen an, doch dann stellte sich heraus, dass die Geschichte nicht stimmte. Polizisten hatten den Jungen am Morgen an einer Bundesstraße aufgelesen, eine Autofahrerin hatte die Beamten alarmiert.

Er habe seine Schülerfahrkarte vergessen, gab der Zehnjährige an. Während der Busfahrer in Karstädt ihn nach Eldena mitgenommen habe, habe ihm der Fahrer eines zweiten Busses nach Malliß die Mitfahrt verweigert. Ihm sei nichts anderes übriggeblieben, als etwa acht Kilometer nach Hause zu laufen. Nach Gesprächen mit Vertretern des Busunternehmens und den Eltern stellte sich jedoch heraus, dass der Schüler sich nicht traute, ohne Fahrkarte in den zweiten Bus zu steigen. Der Busfahrer bekam den Angaben zufolge gar nichts von dem Vorfall mit.

dpa

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