Debatte um Affe

Tierschützer fordern Strafe für Justin Bieber

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Der Zoll hatte das 14 Wochen alte Kapuzineräffchen am Gründonnerstag am Münchner Flughafen beschlagnahmt.

München - Der Affe des Teeniestars Justin Bieber hat nun auch Tierschützer auf den Plan gerufen. Sie sind dagegen, dass der Sänger sein Kapuzineräffchen überhaupt wiederbekommt - auch wenn er die erforderlichen Unterlagen nachreicht. Bestraft werden soll er auch.

Tierschützer fordern, dass Teeniestar Justin Bieber seinen vom Zoll beschlagnahmten Affen auch nicht zurückbekommen soll, wenn er die fehlenden Papiere nachreicht. Schließlich habe er ein Tier gehalten, dass viel zu früh von der Mutter getrennt wurde. Auch habe er bei der Einreise nach Deutschland gegen das Artenschutzgesetz verstoßen, weil er keine Papiere für das Tier hatte. Für die Verstöße müsse der Sänger bestraft werden, teilte der Deutsche Tierschutzbund am Mittwoch in Bonn mit. Die Maximalstrafe für einen solchen Verstoß liegt laut Bundesnaturschutzgesetz bei 50 000 Euro. Die Tierschutzorganisation „Animal Public“ kritisierte, dass Bieber den viel zu jung von der Mutter getrennten Affen als „lebendiges Kuscheltier“ mit auf Tournee nehme. Das sei „Tierquälerei“.

Der Zoll hatte das 14 Wochen alte Kapuzineräffchen am Gründonnerstag am Münchner Flughafen beschlagnahmt, als Bieber zu seinem ersten Deutschland-Konzert der aktuellen Tournee anreiste. Ihm fehlten die nötigen tierseuchen- und artenschutzrechtlichen Dokumente. Knapp vier Wochen hat der 19-jährige Sänger Zeit, die Unterlagen nachzureichen. Dann bekommt er seinen Affen zurück - sonst soll das Tier in einen Zoo kommen.

Vier Tierparks in den USA, Großbritannien und den Niederlanden haben schon angeboten, den Affen aufzunehmen. In private Hände werde das Äffchen nicht gegeben, sagte der Leiter des Münchner Tierheims, Karl-Heinz Joachim. Derzeit kümmere sich ein Tierpfleger als ständige Bezugsperson um das Äffchen.

Am Mittwoch habe sich das Tourmanagement des kanadischen Sängers im Münchner Tierheim gemeldet und um die Kontaktdaten der Behörden sowie um Informationen über die notwendigen Unterlagen gebeten, sagte Joachim weiter. Das Tourmanagement bestätigte den Kontakt, wollte aber keine weiteren Auskünfte geben.

Laut Tierschutzbund ist nun zu klären, wie Bieber überhaupt ohne Papiere für den Affen aus den USA ausreisen konnte. Zudem solle Bieber für alle entstandenen Kosten aufkommen. „Außerdem erwarten wir, dass er seinen großen Einfluss bei Facebook und Twitter nutzt, sich zu entschuldigen und sich zukünftig stärker für den Tierschutz einzusetzen“, sagte Verbandspräsident Thomas Schröder.

dpa

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