Tochter muss zuschauen

Hai tötet Taucher vor Australien

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Foto: Die letzte tödliche Hai-Attacke vor Tasmaniens Küste ereignete sich vor rund 22 Jahren.

Sydney - Vor den Augen seiner Tochter ist ein Taucher in Australien am Samstag von einem Hai totgebissen worden.Die Attacke passierte vor der Küste der Insel Tasmanien südlich des fünften Kontinents. Der Mann tauchte dort nach Seeohren - essbare Schnecken - wie Medien unter Berufung auf die Polizei berichteten.

Bei seinem Tauchgang vor Maria Island in einem nicht für Haie bekannten Gebiet wurde der Endvierziger von seiner erwachsenen Tochter begleitet. Inspektor David Wiss von der tasmanischen Polizei sagte Reportern, nach seiner Kenntnis sei die Tochter zurück zum Dinghy-Boot der beiden geschwommen, während der Vater weiter nach Muscheln tauchte. "Er kam nicht zurück an die Oberfläche, woraufhin die Tochter unruhig wurde und nach ihm tauchte." Dann habe sie gesehen, wie ein "sehr großer Hai" ihren Vater angriff.

Wie die australische Nachrichtenagentur AAP meldete, kehrte die Mittzwanzigerin umgehend zum Dinghy zurück und setzte einen Alarm mit Leuchtsignal ab. Andere Boote kamen ihr zu Hilfe. An seinem Luftschlauch wurde der Mann aus dem Wasser gezogen, doch er war "tödlich verletzt", wie Wiss sagte. John Hammond, Vorsitzender des tasmanischen Muschel-Verbandes, sagte, der Taucher habe sich in seichtem Wasser befunden. Der Angriff sei aus "heiterem Himmel" gekommen. Zur gleichen Zeit hätten sich dort andere Taucher befunden. Das sei eine "absolute Tragödie für die Familie. Verdammt entsetzlich", fügte Hammond im Nationalradio hinzu. Der Bürgermeister der nahe gelegenen Gemeinde Glamorgan Spring Bay, Michael Kent, sagte der Zeitung "The Examiner", in der vergangenen Woche sei in dem Gebiet mehrere Male ein viereinhalb Meter großer Hai gesehen worden. Auch der Taucher Danny Smith sah nach eigenen Angaben am Freitag einen großen weißen Hai, konnte sich aber schwimmend auf sein Boot retten. Nach amtlichen Angaben ereignete sich die letzte tödliche Hai-Attacke vor Tasmaniens Küste im Jahr 1993.

dpa

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