Kommandozentrum der US-Marine

12 Tote nach Schießerei in Washington

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Foto: Bei einer Schießerei auf einem Kommandozentrum der US-Marine in der Hauptstadt Washington sind vier Menschen ums Leben gekommen.

Washington - Bei der Schießerei in einem Kommandozentrum der US-Marine in der Hauptstadt Washington sind nach offiziellen Angaben mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Das sagte Bürgermeister Vincent Gray am Montag. War es ein Amoklauf? Gar ein Terroranschlag?

Bei einer Schießerei in einemKommandozentrum der US-Marine in der Hauptstadt Washington sind am Montag mehrere Menschen ums Leben gekommen. Ein Tatverdächtiger sei getötet worden, sagte die Polizeichefin der Stadt, Cathy Lanier. Zudem werde nach zwei weiteren möglichen Schützen gesucht.

Bürgermeister Vincent Gray sprach von einem „schrecklichen Vorfall“. Bislang sei davon auszugehen, dass es sich um ein „isoliertes Ereignis“ handele. Die Schießerei habe sich in einem schwer bewachten Gebäude des Marine-Areals ereignet. In dem Komplex arbeiten rund 3000 Menschen.

US-Präsident Barack Obama und Verteidigungsminister Chuck Hagelwürden laufend über die Lage unterrichtet, hieß es. Eine von Obama geplante öffentliche Erklärung zur Wirtschaftspolitik verzögerte sich. Die gesamte Gegend wurde abgesperrt, Busse wurden umgeleitet und Schulen besonders geschützt.Der Flughafen der Stadt setzte den Flugverkehr vorübergehend aus, nahm ihn aber später wieder auf. Die Bundespolizei FBI wurde zum Tatort gerufen. Ein Helikopter kreiste über dem betroffenen Gelände. Für den zwei Kilometer entfernten Kongress galt laut „Washington Post“ eine erhöhte Sicherheitsstufe.

Der Navy Yard ist eine historische Küstenanlage der Marine am Anacostia River. Heute beherbergt das Gelände verschiedene Kommando- und Verwaltungsstellen.

US-Präsident Barack Obama hat nach dem Blutbad auf einemMarine-Stützpunkt in Washington eine nahtlose Aufklärung gefordert. „Es war eine Schießerei, die auf Militär- und Zivilpersonal abzielte“, sagte Obama am Montag in Washington. „Heute trat ihnen die unglaubliche Gewalt entgegen, die sie hier zu Hause nicht erwartet hätten.“ Er betonte, dass die genauen Umstände noch unklar seien. Es werde aber alles getan, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Noch Stunden nach der Tat scheint die Gefahr nicht gebannt. Zwei weitere Männer in Uniform sollen sich noch auf freiem Fuß befinden, sagt Polizeichefin Cathy Lanier. Busse werden umgeleitet, Schulen geschützt. Selbst am Washingtoner Flughafen dürfen vorübergehend keine Maschinen starten oder landen. Vor dem nahe gelegenen Kapitol stehen große schwarze Panzerwagen. Mit Hochdruck suchen die Ermittler nach zwei Männern, die weitere Menschen erschießen könnten.

dpa

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