Nach dem Taifun

Tote bei Plünderungen auf den Philippinen

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Foto: Die Situation nach dem Taifun bleibt auf den Philippinen weiter angespannt.

Manila - Im Taifun-Notstandsgebiet auf den Philippinen kommen nicht ausreichend Hilfsgüter an, die Nerven liegen blank. Acht Menschen werden von einer Mauer erschlagen, als Tausende ein Reislager stürmen. Das Wetter macht den Helfern Sorgen.

Die katastrophale Versorgungslage der Taifun-Opfer auf den Philippinen hat zusätzliche Menschenleben gefordert. Beim Sturm auf ein Reis-Lager auf der verwüsteten Insel Leyte seien acht Menschen von einer einstürzenden Mauer erschlagen worden, sagte Rex Estoperez, Sprecher der nationalen Nahrungsmittelbehörde, am Mittwoch. Die Katastrophenschutzbehörde gab die Zahl der Opfer des Unwetters unterdessen mit gut 1800 an. Viele Menschen wurden am Mittwoch allerdings noch vermisst, einen Überblick über die gesamte Totenzahl gab es nicht. Mehrere tausend Menschen hätten am Dienstag in Alangalan rund 100 Kilometer südlich von Tacloban das Lagerhaus gestürmt. Nach Angaben von Estoperez nahmen sie 129.000 Säcke Reis a 50 Kilogramm mit. Er bezifferte den Schaden auf umgerechnet gut 21 Millionen Euro. "Wir appellieren an diejenigen, die Reissäcke mitgenommen haben, sie mit anderen zu teilen und nicht zu verkaufen", sagte er.

Die Katastrophenschutzbehörde gab am Mittwoch 1833 Todesopfer an. Sie listet nur bestätigte Fälle auf und gibt keine Schätzungen. Das tat hingegen Präsident Benigno Aquino, der sich seit Anfang der Woche geweigert hatte, die von einem Lokalbeamten genannte Zahl von 10.000 Opfern zu akzeptieren. Er rechne mit 2000 bis 2500 Toten, sagte er dem Fernsehsender CNN. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde wurden mindestens 2623 Menschen verletzt. Im Notstandsgebiet sind inzwischen mobile Einheiten mit Ärzten und Pflegern unterwegs, um den Menschen Erste Hilfe zu leisten - unter ihnen auch Teams aus Deutschland. Schlechtes Wetter macht die Versorgung der Überlebenden jedoch weiterhin schwierig.

Heftiger Regen hat viele der Trümmerfelder, in denen Menschen meist unter freiem Himmel hausen, unter Wasser gesetzt. Am Mittwoch hellte es sich in der Region um Tacloban zunächst auf, aber der Wetterdienst rechnet in den kommenden Tagen mit weiteren Regenfällen.

dpa

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