Prozess

Tod bei Trinkgelage

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Foto: Das Landgericht Bremen beschäftigt zurzeit ein Tod in einem Wohnheim für Alkoholiker.

Bremen - Ein Todesfall in einem Wohnheim für Alkoholiker beschäftigt derzeit das Landgericht Bremen. Der 60-jährige Angeklagte gab nun zu, seinen herzkranken Trinkkumpan geschlagen zu haben. Verteidiger und Staatsanwaltschaft fordern neben einer Freiheitsstrafe die Unterbringung in einer Entziehungseinrichtung.

Im Prozess um den gewaltsamen Tod eines Mannes in einem Alkoholiker-Wohnheim in Bremen hat die Staatsanwaltschaft am Freitag fünf Jahre Haft für den Angeklagten gefordert. Der 60-Jährige hatte im Landgericht Bremen zugegeben, das herzkranke Opfer im Streit geschlagen zu haben. Den Tod verursachte er, weil er eine Herzdruckmassage bei dem Bewusstlosen versuchte und ihm dabei Rippenbrüche mit starken Blutungen zufügte.

Der Angeklagte war ein Zechkumpan des Opfers gewesen.Der Verteidiger hatte auf eine Freiheitsstrafe von vier Jahren plädiert. Ebenso wie der Staatsanwalt beantragte er die Unterbringung des Mannes in einer Entziehungseinrichtung.

dpa

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