Vergebliche Fahndung

Ufo über Bremen war unbemanntes Fluggerät

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Auf der Suche nach dem Ufo: Am Abend des 6. Januar störte für längere Zeit ein unbekanntes Flugobjekt über dem Airportgelände den Flugbetrieb in der Hansestadt.

Bremen - Bei dem vermeintlichen Ufo, das Anfang Januar für Aufregung am Bremer Flughafen sorgte, handelte es sich vermutlich um ein ferngesteuertes Minifluggerät, einen sogenannter Multicopter.

Nach der Auswertung von mehr als 50 Hinweisen zu dem unbekannten Flugobjekt sowie etlichen Zeugenbefragungen seien sich die Ermittler sicher, dass keine Menschen an Bord waren, sagte Polizeisprecher Dirk Siemering gestern.

Ein Lotse im Bremer Tower hatte am Abend des 6. Januar auf dem Radarschirm ein Flackern bemerkt und dann mit bloßen Augen ein fliegendes Objekt mit Positionsleuchten erspäht. Der Lotse gab Alarm - und Bremens Polizei schickte Streifenwagen zum Flughafen auf dem Neuenlander Feld. Auch ein Polizeihubschrauber beteiligte sich an der Suche nach dem rätselhaften Flugobjekt. Vorsorglich ließ der Tower ein Flugzeug im Landeanflug durchstarten, eine Passagiermaschine aus München wurde zudem nach Hannover umgeleitet.

Die Behörden hatten Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Flugverkehr aufgenommen. Bei den Nachforschungen stellte sich heraus, dass einige der Augenzeugen nicht das rätselhafte Flugobjekt, sondern lediglich den bei dem Zwischenfall eingesetzten Polizeihubschrauber gesehen hatten. Andere Hinweisgeber hatten offensichtlich eine Linienmaschine beobachtet, die Warteschleifen über Bremen zog. Wer das Minifluggerät steuerte, ist unklar: Ermittlungen in der Modellflug- oder Multicopterszene seien im Sande verlaufen, sagte der Polizeisprecher.

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