Beste Kleingärtner ausgezeichnet

„Über den Gartenzaun hinaus“

+

Hildesheim - Bei Kleingärten denken viele an sorgfältig getrimmten Rasen und Spießertum. Doch bei der Auszeichnung von Deutschlands besten Kleingärtnern zählt etwas ganz anderes – das „Wirken weit über den Gartenzaun hinaus“.

Gleich neun Kleingartenanlagen haben beim Bundeswettbewerb „Gärten im Städtebau“ eine goldene Medaille gewonnen. Anlagen in Hildesheim, Altenburg, Berlin-Treptow, Dortmund, Herne, Leipzig, Kassel, Nürnberg und Viersen belegten die ersten Plätze, wie der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde am Samstag mitteilte. Das Motto in diesem Jahr war „Gemeinsam gärtnern – gemeinsam wachsen“.

Mit der Auszeichnung habe man besonders soziale, ökologische und städtebauliche Leistungen der Vereine würdigen wollen. „Wir sind stolz auf unsere Kleingärtner, die zeigen, wie sich auch mit begrenzten Mitteln viel erreichen lässt - für die Gemeinschaft, die Integration und die biologische Vielfalt“, sagte der Jury-Vorsitzende Jürgen Sheldon.

Denken viele bei den kleinen Gärten in Großstädten wohl eher an sorgfältig getrimmten Rasen und Spießertum, ging es bei dem Wettbewerb um „Wirken weit über den Gartenzaun hinaus“. In vielen Vereinen werde Integration selbstverständlich gelebt. Kleingärtner kooperierten mit Kindergärten oder Schulen, andere böten Seniorengärten an. Wieder andere kultivierten alte Obstsorten. Auch das Bundesumweltministerium ist an dem Wettbewerb. Insgesamt hatten sich 30 Kleingartenanlagen für den Bundeswettbewerb qualifiziert. Neben den 9 goldenen Medaillen wurden auch 15 silberne und sechs Bronzemedaillen vergeben.

Die Idee „Schrebergarten“ geht ursprünglich auf Armengärten zurück – kleine Grundstücke zur Selbstversorgung der Armen, die es bereits seit 1814 gab.

dpa

Kommentare