Trauer in Kolumbien

Über 30 Kinder sterben in brennendem Bus

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Foto: In Kolumbien ging ein Bus in Flammen auf. Mehr als 30 Kinder konnten sich nicht mehr retten.

Bogotá - In Kolumbien geht ein Bus auf dem Weg von einem Gottesdienst in Flammen auf – womöglich hat sich Treibstoff an Bord entzündet. Mehr als 30 Kinder kommen nicht mehr rechtzeitig aus dem Fahrzeug.

Mehr als 30 Kinder sind beim Brand eines Busses in Kolumbien ums Leben gekommen. Viele weitere wurden verletzt. Das Fahrzeug ging am Sonntag aus bisher ungeklärter Ursache im Ort Fundación im Bezirk Magdalena im Norden des Landes in Flammen auf. Nach Berichten örtlicher Medien befanden sich die Kinder auf dem Heimweg vom Gottesdienst in einer evangelikalen Kirche

„Wir müssen zuerst klären, was passiert ist, aber nach vorläufigen Erkenntnissen sind 32 Kinder ums Leben gekommen, die zu einer Religionsgemeinschaft gehörten, die zum Unglückszeitpunkt in Fundación unterwegs war“, sagte der örtliche Polizeikommandant Rodrigo González telefonisch der Nachrichtenagentur dpa. Nach Angaben des US-Senders CNN handelte es sich hingegen bei den Toten um 31 Kinder und einen Sicherheitsbeamten aus Magdalena.

Mindestens 25 weitere Kinder wurden laut dem kolumbianischen TV-Sender Caracol verletzt. Einige Opfer seien in den Flammen ums Leben gekommen, andere später an ihren Verletzungen in Krankenhäusern gestorben. Über das Alter der Kinder lagen zunächst keine Angaben vor.

Wie die Online-Ausgabe von „El Tiempo“ berichtete, könnten in dem Bus Plastikkanister mit Schmuggel-Benzin transportiert worden sein, welches sich in Brand gesetzt habe. Ein Augenzeuge sagte dem Sender Caracol, der Fahrer habe die Kinder angewiesen, Treibstoff in den Bus zu füllen, während er selbst etwas trinken gegangen sei - und beim Betanken sei es zur Explosion gekommen. Für beide Versionen gab es bisher keine offizielle Bestätigung. Unklar blieb bisher auch der Verbleib des Busfahrers.

Der nationale Direktor der Roten Kreuzes, César Ureña, sagte, alle Rettungskräfte müssten sich auf den Weg nach Fundación machen, um zu helfen. Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos machte sich noch am Abend (Ortszeit) nach Fundación auf. Er sprach von einer schrecklichen Tragödie. „Das Land ist in Trauer“, schrieb er auf seinem Twitter-Account. Fundación liegt etwa 850 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bogotá.

dpa

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