Lüneburger Auschwitz-Prozess

Ein Überleben in Auschwitz? Nicht vorstellbar

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Foto: "Ich konnte mir das nicht vorstellen" - Oskar Gröning

Lüneburg - Im NS-Kriegsverbrecherprozess gegen den früheren SS-Mann Oskar Gröning sollen am Donnerstag zwei Überlebende des Vernichtungslagers Auschwitz als Zeugen aussagen. Der frühe KZ-Aufseher äußerte sich zuvor erneut über die Zustände.

Dem im Lüneburger Auschwitz-Prozess angeklagten Oskar Gröning war klar, dass wohl kaum ein Jude lebend aus dem Konzentrationslager herauskommen würde. "Ich konnte mir das nicht vorstellen", sagte der 93 Jahre ehemalige SS-Mann am Donnerstag auf Fragen der Nebenklage, die Holocaust-Überlebende und deren Angehörige vertritt.

Erstmals in dem Prozess sollen am Donnerstag zwei Überlebende des Vernichtungslagers im besetzten Polen als Zeugen aussagen, die dort zahlreiche Familienmitglieder verloren.

Gröning wird Beihilfe zum Mord in mindestens 300.000 Fällen vorgeworfen. Zu Prozessbeginn hatte er sich zu seiner moralischen Mitschuld bekannt. Er gestand, im KZ geholfen zu haben, Geld der Häftlinge einzusammeln und an die SS weiterzuleiten. Die Anklage wirft ihm vor, so dem NS-Regime wirtschaftliche Vorteile verschafft und das systematische Töten unterstützt zu haben.

dpa

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