Zug beschädigt

Unbekannte rollen Betondeckel auf ICE-Trasse

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Die Schienen blieben trotz der Kollision intakt, der Zugverkehr wurde nicht beeinträchtigt.

Celle - Unbekannte haben bei Celle einen zehn Zentimeter dicken Betondeckel auf die Gleise gerollt. Ein ICE kollidierte bei Tempo 160 mit dem Gegenstand und wurde dadurch beschädigt. Verletzte gab es bei dem Unfall nicht.

Ein zehn Zentimeter dicker Betondeckel auf den Gleisen hat in Celle einen ICE beschädigt. Der Zug war am Mittwoch mit 160 Stundenkilometern Richtung Hamburg unterwegs, der Fahrer leitete eine Schnellbremsung ein, um einen Unfall zu vermeiden. Bei der Kollision wurde der Zug dann an den beiden Vorderachsen beschädigt, teilte die Bundespolizei in Bremen mit. Der ICE konnte seine Fahrt mit geringer Geschwindigkeit bis Unterlüß (Landkreis Celle) fortsetzen. Dort stiegen die Reisenden in einen nachfolgenden Intercity um. Die Höhe des Sachschadens war zunächst nicht bekannt. Die Schienen blieben intakt, so dass der Zugverkehr nach dem Vorfall nicht beeinträchtigt wurde. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Die Polizei vermutet jugendlichen Vandalismus hinter der Tat. Die Täter hatten die Abdeckung eines Drainageschachtes unterhalb einer Straßenbrücke auf die Gleise der vielbefahrenen Strecke gerollt. Am gleichen Nachmittag hatten Unbekannte ebenfalls 80 Betonplatten der Kabelschachtabdeckung neben den Gleisen in einen Bach sowie den Bahndamm heruntergeschmissen. Zu dem Zeitpunkt wurden Kinder an der Strecke gemeldet. Die Bundespolizei warnte erneut vor der Lebensgefahr beim Betreten der Gleise. Die Reaktionszeit beim Erkennen nahender Züge betrage nur zwei bis vier Sekunden.

dpa/frs

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