Haftbefehl gegen Autofahrer

Unfallfahrer lässt Frau in Graben ertrinken

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Cremlingen - Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat wegen Mordverdachts gegen einen 44 Jahre alten Autofahrer Haftbefehl erlassen. Der Mann hatte im Landkreis Wolfenbüttel eine Frau angefahren und war anschließend geflüchtet. Er informierte erst kurz darauf die Rettungskräfte, die Frau ertrank im Straßengraben.

Ein betrunkener Autofahrer, der eine Frau beim Krötensammeln im Kreis Wolfenbüttel angefahren und im Straßengraben hat ertrinken lassen, kommt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Die Obduktion der 46-Jährigen ergab, dass die Frau nicht an den Folgen des Unfalls gestorben, sondern im Straßengraben neben der Fahrbahn ertrunken ist, teilte die Staatsanwaltschaft in Braunschweig am Freitag mit. Wenn der 44-jährige Unfallfahrer nicht einfach weitergefahren wäre, sondern der Frau geholfen hätte, hätte diese gerettet werden können. Deshalb bestehe der dringende Tatverdacht des Mordes durch Unterlassen.

Die Frau war Mitte März mit einer Stirnlampe neben einer Landstraße unterwegs, an der wegen der Krötenwanderung ein Warnschild aufgestellt und außerdem die Geschwindigkeit auf 50Stundenkilometer beschränkt war. Die 46-Jährige lief mit dem achtjährigen Kind einer Bekannten, das zudem eine Warnweste trug. Der angetrunkene Fahrer soll die Frau übersehen haben und nach dem Unfall weitergefahren sein. Er informierte erst kurz darauf die Rettungskräfte. Die Frau starb kurze Zeit später im Krankenhaus, das Kind erlitt einen Schock.

dpa

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