Hessisch-niedersächsisches Grenzgebiet

Universität Göttingen zählt Luchse

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Foto: Bisher wurde die Zahl der Tiere nur im Harz erfasst

Göttingen - Bislang sind drei Luchse in die insgesamt 20 Fotofallen der Forscher der Universität Göttingen getappt. Wie viele Luchse sich insgesamt im hessisch-niedersächsischen Grenzgebiet aufhalten, das wollen die Forscher anhand der Bilder bis Anfang April herausfinden.

Im hessisch-niedersächsischen Grenzgebiet werden jetzt Luchse gezählt - bisher wurde die Zahl der Tiere nur im Harz erfasst. Forscher der Universität Göttingen bauten in den Wäldern südlich von Kassel dazu an 20 Standorten automatische Kameras auf. Bis jetzt seien schon drei Luchse in die Fotofallen getappt, teilte die Hochschule mit.

Das Projekt soll ein Jahr lang laufen. Derzeit ist unbekannt, wie viele Luchse in den Wäldern im Grenzgebiet zwischen den beiden Bundesländern leben. Ein stabiles Vorkommen der Raubkatze in dieser Region ist nach Angaben des Naturschutzverbandes BUNDein wichtiger Schritt zur weiteren Ausbreitung des Tieres in ganz Deutschland. Seit dem Jahr 2000 wird versucht, den Luchs hierzulande wieder heimisch werden zu lassen. Im Rahmen der Wiederansiedlung der Raubkatze wurden im Harz 24 Luchse freigelassen, die sich vermehrten und nun auch angrenzende Regionen besiedeln.

In dem Mittelgebirge hatte die Nationalparkverwaltung danach Fotofallen an 60 Standorten aufgebaut, um die genaue Zahl der Raubkatzen zu ermitteln. Die Auswertung der Bilder wird voraussichtlich Anfang April abgeschlossen sein.

dpa

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