Todesfall auf Säuglingsstation

Ursache für Keimbefall in Charité weiter unklar

+
Foto: In der Berliner Charité kam es zu einem Todesfall durch Keimbefall auf der Säuglingsstation.

Berlin - Nach dem Todesfall wegen Keimen auf einer Säuglingsstation der Berliner Charité haben sich Klinik und Behörden am Montagvormittag bedeckt gehalten. Es gab weder neue Angaben zum Gesundheitszustand eines weiteren infizierten Babys noch zu den laufenden Untersuchungen.

Die Pressestelle der Berliner Gesundheitsverwaltung kündigte an, dass Senator Mario Czaja (CDU) sich am Montagnachmittag zu den Vorfällen in der Charité äußern wollte. Nach Charité-Angaben ist der Zustand eines weiteren Frühchens kritisch. Ein Baby war bereits an einer Infektion mit sogenannten Serratien-Keimen gestorben, weitere erkrankten.

Indessen berichtete der „Tagesspiegel“, dass Babypflegebäder, die inzwischen aus dem Drogeriehandel zurückgerufen worden seien, keimbelastet gewesen sein sollen. Wer die umstrittenen Mittel untersucht, war noch unklar. Das Robert Koch-Institut, das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit und die Berliner Verbraucherschutzverwaltung erklärten sich für nicht zuständig.

Ende der vergangenen Woche war der Todesfall wegen Keimen an der Charité bekanntgeworden. Serratien kommen in der Darmflora von Menschen, aber auch in der Umwelt vor. Für gesunde Menschen sind sie ungefährlich. Für Frühgeborene und schwer kranke Säuglinge gelten sie aber als kritisch.

dpa/mhu

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

Kommentare