Schuldspruch wegen Mordes

US-Teenager erschießt Jogger „aus Langeweile“

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Foto: Ein heute 17-jähriger US-Amerikaner hat vor Gericht gestanden, einen Jogger aus purer Langeweile erschossen zu haben.

Oklahoma City - Ein heute 17-Jähriger hat in den USA mit zwei Freunden nach eigener Aussage einen jungen Mann „aus Langeweile“ erschossen und ist dafür wegen Mordes schuldig gesprochen worden.Sein Strafmaß soll im März verkündet werden.

Das berichtete der TV-Sender CNN am Sonnabend. Die Todesstrafe droht ihm nicht, da er zur Tatzeit unter 18 war. „Uns war langweilig und wir hatten nichts zu tun, also haben wir beschlossen, jemanden umzubringen“, sagte der damals 16 Jahre alte Schütze der Polizei nach dem Vorfall, der sich südlich von Oklahoma City im August 2013 ereignete.

Der heute 17-Jährige schoss dem joggenden 23-Jährigen aus Australien, der mit einem Sportstipendium in die USA gekommen war, aus dem Auto heraus in den Rücken. „Es tut mir leid“, soll er nach Verkündung des Schuldspruchs am Freitag zu einem Reporter gemurmelt haben.

Der heute 19 Jahre alte Fahrer des Autos hatte sich schuldig bekannt und war im März zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Der dritte Teenager, der gegen seine beiden Freunde ausgesagt hatte, soll vor einen Jugendrichter kommen.

Oklahoma erlaubt Hinrichtungen durch Stickstoff

Im US-Bundesstaat Oklahoma dürfen verurteilte Straftäter künftig auch mit Stickstoff hingerichtet werden. Gouverneurin Mary Fallin unterzeichnete am Freitagnachmittag (Ortszeit) ein entsprechendes Gesetz. Erlaubt sind dort bisher der elektrische Stuhl sowie Erschießungskommandos, die es sonst nur im Bundesstaat Utah gibt.

Oklahoma ist der erste US-Staat, der Stickstoff für Hinrichtungen einführt. Stickstoff sei eine effektive, nicht grausame Methode, um schwere Straftäter hinzurichten, erklärte die Gouverneurin laut einem Bericht des „Oklahoman“, der größten Tageszeitung des Bundesstaates.

Die Giftspritze soll in dem Südstaat aber weiterhin das bevorzugte Hinrichtungsmittel bleiben. Nur wenn Giftcocktails als verfassungswidrig erklärt werden oder nicht verfügbar sein sollten, soll der Einsatz von Stickstoff erlaubt sein. Dann würde der Todeskandidat das tödliche Gas entweder durch eine Maske oder in einem mit Stickstoff gefüllten Zelt einatmen.

In den USA ist die Todesstrafe in 32 der 50 Staaten zulässig, im Januar warteten rund 3000 Menschen auf ihre Hinrichtung.

Mit der umstrittenen Giftspritze befasst sich Ende des Monats das höchste US-Gericht: Der Supreme Court entscheidet über die Klage dreier Häftlinge aus Oklahoma, die sich gegen ihre geplante Hinrichtung per Giftspritze wehren. Es geht um die Frage, ob die Praxis mit dem in der US-Verfassung verankerten Verbot grausamer und ungewöhnlicher Bestrafung vereinbar ist. Im April 2013 war in Oklahoma ein mit der Giftspritze Hingerichteter erst nach einem langen Todeskampf qualvoll gestorben.

dpa

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