Gepfählte Leichen

Vampirskelette in Bulgarien gefunden

+
Foto: Der europäische Urvampir: Nosferatu aus „Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens“ (1922).

Sofia - Im antiken bulgarischen Sosopol sind zwei Skelette entdeckt worden, die Vampiren aus dem Mittelalter zugeschrieben werden. Sie hatten Pfähle in ihren Kehlen stecken.

Die beiden verstorbenen Männer mussten als Vampire in der Bevölkerung gegolten haben, da sich Pfähle in ihren Kehlen befanden, so der bulgarische Historiker Boschidar Dimitrow. Man hatte die Männer in einer Totenstadt unmittelbar hinter der orthodoxen Kirche Sweti Nikolaj (Heiliger Nikolaj) gefunden.

Die Skelette in der Kleinstadt am Schwarzen Meer bestätigten eine bis zum 20. Jahrhundert in Bulgarien übliche Praxis. Danach sollte mit Pfählen aus Eisen oder Holz in den Kehlen verstorbener Menschen, die zu Lebzeiten als schlecht galten, verhindert werden, dass diese nach ihrem Tod als Vampire die Lebenden terrorisieren.

Die wohl mitelalterlichen Überreste gelten nun als eine weitere der vielen touristischen Attraktionen aus der langen Geschichte von Sosopol. In einer anderen Kirche, Sweti Georgi (Heiliger Georgi), werden Johannes dem Täufer zugeschriebene Reliquien aufbewahrt, die vor zwei Jahren auf einer Insel vor Sosopol entdeckt worden waren. Die auf einer felsigen Halbinsel romantisch gelegene Stadt ging aus einer griechischen Kolonie hervor.

mh/dpa

Kommentare