Stephan Weil in Bergen-Belsen

„Verbrechen der Nationalsozialisten verjähren nie“

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Stephan Weil erinnerte bei einer Gedenkfeier an die 70.000 Menschen, die im KZ Bergen-Belsen starben.

Bergen-Belsen - Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil dazu aufgerufen, die Verbrechen der Nationalsozialisten niemals zu vergessen. „Mord verjährt nicht, Massenmord und Völkermord erst recht nicht“, sagte der SPD-Politiker am Sonntag bei einer Gedenkfeier zur Erinnerung an die Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen.

An der Veranstaltung nahmen auch Bundespräsident Joachim Gauck und zahlreiche Überlebende teil. Weil sagte zum Auftakt, gerade in Deutschland müsse mit aller Entschlossenheit gegen jedes Anzeichen von Rassismus, Ausländerfeindlichkeit oder Rechtsextremismus vorgegangen werden: „Wenn sich Flüchtlinge vor Brandanschlägen fürchten, wenn Juden in Deutschland wieder Unsicherheit verspüren, wenn Menschen wegen ihres Glaubens ausgegrenzt werden - dann dürfen wir das nicht akzeptieren und zur Tagesordnung übergehen.“

Überlebende des Konzentrationslagers Bergen-Belsen posieren in der Gedenkstätte für Porträtfotos - von oben links nach unten rechts: Albrecht Weinberg, Peter Lantos, Rudi Oppenheimer, Michael Gelber, Evelyne Zylberman, Isaac Borojovich, Susanna Christensen, Mala Tribich und Teresa Stiland.

Quelle: Julian Stratenschule

dpa

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