Kreis Rotenburg

Verdacht auf Norovirus: 40 Kinder im Krankenhaus

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Foto: 40 Kinder wurden im Kreis Rotenburg mit Verdacht auf Norovirus in ein Krankenhaus eingeliefert.

Zeven - 40 Kinder sind in der Nacht zum Donnerstag aus einem Schullandheim bei Zeven (Kreis Rotenburg) mit Verdacht auf Norovirus ins Krankenhaus gekommen. Nach Angaben der Freiwilligen Feuerwehr litten viele der Kinder im Alter von etwa 13 Jahren unter Durchfall und Erbrechen.

Inzwischen geht es ihnen aber wieder besser. Sie könnten das Krankenhaus verlassen und würden von ihren Eltern abgeholt, sagte ein Sprecher des Bremer Fördervereins des Schullandheimes Badenstedt am Donnerstag.

Bei den Betroffenen handelt es sich nach Angaben eines Sprechers des Bremer Fördervereins des Schullandheimes Badenstedt um Selbstversorger, die seit etwa zwei Wochen dort seien und bis Ende Juli gebucht hätten. Das Haus werde während der Sommerferien oft an Pfadfinder- oder kirchliche Gruppen vermietet. Nähere Angaben zu der Gruppe konnte der Sprecher nicht machen. Der Hausmeister im Schullandheim wollte auch keine Auskünfte erteilen.

Die Betreuer alarmierten am späten Mittwoch die Rettungskräfte. Die Einsatzleitung entschied sich, die gesamte Gruppe mit den Betreuern zur Behandlung und Beobachtung in das Krankenhaus von Rotenburg zu bringen. Mit vier Rettungswagen und zehn Krankentransportwagen sei ein Pendelverkehr eingerichtet worden, teilte ein Sprecher der Feuerwehr mit. Der Einsatz dauerte bis in die Morgenstunden. Rund 60 Rettungskräfte waren im Einsatz.

Noroviren sind hartnäckig

Noroviren gehören zu den häufigsten Erregern für plötzlich auftretenden Brechdurchfall. Sie sind leicht übertragbar und weltweit verbreitet. Typische Symptome sind neben Übelkeit, Durchfällen und Erbrechen auch Bauchschmerzen und Mattigkeit. Die Erreger können über Schmierinfektionen direkt von Mensch zu Mensch übertragen werden.

Aber auch Speisen und Getränke – etwa verunreinigtes Wasser – sind eine mögliche Infektionsquelle. Noroviren sind gegen Umwelteinflüsse wie Temperaturschwankungen resistent und können auf verunreinigten Flächen länger als zwölf Tage ansteckend bleiben. Todesfälle ausschließlich durch das Virus sind selten.

dpa

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