Limburger Bischof

Verfahren gegen Tebartz-van Elst eingestellt

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Tebartz-van Elst: Der Limbruger Bischof nimmt auf Geheiß des Papstes derzeit eine Auszeit.

Hamburg - Nach wochenlangen Ermittlungen zieht die Hamburger Justiz einen Schlussstrich unter die "Causa" Franz-Peter Tebartz-van Elst. Der Limburger Bischof sei geständig - und muss nun 20 000 Euro zahlen.

Das Strafverfahren gegen den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst wegen falscher Angaben zu einem Erste-Klasse-Flug ist eingestellt worden. Der derzeit beurlaubte Kirchenmann muss aber als Auflage 20.000 Euro zahlen, wie das Oberlandesgericht Hamburg am Montag mitteilte. Der Beschluss des Amtsgerichts Hamburg, dem die Staatsanwaltschaft zugestimmt hat, erging demnach schon am vergangenen Mittwoch.Laut Staatsanwaltschaft hat Tebartz-van Elst inzwischen ein Geständnis abgelegt.

Das Gericht hatte bereits Ende Oktober vorgeschlagen, das Verfahren einzustellen. Das lehnte die Staatsanwaltschaft damals ab. Grund für die jetzige Zustimmung sei das Geständnis des Bischofs, sagte eine Sprecherin der Ermittlungsbehörde. Die Einstellung gilt nach Angaben einer Gerichtssprecherin solange als vorläufig, bis der Bischof seine Geldauflage innerhalb einer bestimmten Frist gezahlt habe. Er gilt nach der Entscheidung nicht als vorbestraft, erklärte die Sprecherin.

Die Hamburger Staatsanwaltschaft hatte beim Amtsgericht einen Strafbefehl gegen Tebartz-van Elst wegen zweier falscher eidesstattlicher Versicherungen beantragt. Er soll im Zusammenhang mit einem Erste-Klasse-Flug nach Indien falsche Angaben gemacht haben. Nach der Kostenexplosion am neuen Limburger Bischofssitz und der heftigen Kritik an seiner Amtsführung nimmt Tebartz-van Elst auf Geheiß des Papstes derzeit eine Auszeit.

dpa

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