Kreuzfahrtschiffe zeigen sich

Verheißungsvoller Start für „Cruise Days“

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Das Wetter spielt auf den Hamburger „Cruise Days“ hervorragend mit.

Hamburg - Sommer, Sonne, Schiffe: Das Wetter spielt zu den Hamburger „Cruise Days" mit, die Kreuzfahrtschiffe laufen ein - und in der Stadt sind jede Menge Touristen.

Auftakt zum Hamburger Kreuzfahrtspektakel „Cruise Days": Mit der „Aidaluna" ist am Freitag der erste Ozeanriese im Hafen der Stadt eingetroffen, weitere sechs wollen bis Sonntagabend aufkreuzen, darunter zum Abschluss die „Queen Mary 2". Sie nimmt zwar nicht an der Auslaufparade am Samstag teil, ist aber immer wieder ein Publikumsmagnet in der Hansestadt.

„Es läuft alles sehr gut", sagte Veranstaltungsmanagerin Katja Derow der Nachrichtenagentur dpa. „Die ersten Besucher sind schon gekommen, obwohl noch nicht alles aufgebaut war." Angesichts dieses frühen Zuspruchs erwartete Derow bis zum Abend rund 120.000 Besucher.

Am Freitagabend sollte vor allem an Bord von Ausflugsschiffen auf der Elbe eine Partynacht gefeiert werden - umrahmt von einem Feuerwerk. Etliche Traditionssegler haben an den Piers in der Hafencity festgemacht, um ein maritimes Flair noch zu verstärken. Und die Lichtinstallation „Blue Port" des Künstlers Michael Batz sollte die Hafenszenerie am Abend erneut in Blau erstrahlen lassen. Vor zwei Jahren kam zu dem mehrtägigen Fest nach Angaben der Wirtschaftsbehörde rund eine halbe Million Menschen.

Weiße Zeltstände so weit das Auge blickt an der Hafenkante: Erstmals erstreckt sich ein Landgang mit Verkaufs- und Infoständen, Musik- und Sportbühnen von der Hafencity aus bis zum Altonaer Fischmarkt - eine rund vier Kilometer lange Strecke. Mit elf Themeninseln wollten die Veranstalter den Besuchern die Welt der Kreuzfahrt näher bringen, außerdem informieren Reedereien und Reiseveranstalter in der Fischauktionshalle über Schiffstrips.

Rund 1,4 Millionen Reisende aus Deutschland gönnten sich 2011 eine Hochseereise und brachten den Anbietern rund 2,4 Milliarden Euro Umsatz. Nach Branchenangaben ist auch die Buchungslage für 2012 teils sehr zufriedenstellend. Das Unglück der „Costa Concordia" der italienischen Reederei Costa Crociere vor der italienischen Insel Giglio habe 2012 nur eine kurze Buchungsdelle hinterlassen, hieß es beim Deutschen Reiseverband in Berlin (DRV).

Höhepunkt des maritimen Treffens ist am Samstagabend die Auslaufparade von fünf Kreuzfahrtschiffen (ab ca. 21.15) Uhr. Auch dazu gibt es wieder ein Feuerwerk. An der Formation nehmen teil: „Aidamar" (rpt Aidamar), „Deutschland", „Columbus 2", „Astor" und „Lirica“.

Was Schiffsfans erfreut, ist für Umweltschutzorganisationen wie den Nabu Grund zur Kritik. Nur wenige Kreuzfahrt-Neubauten bis 2016 seien mit moderner Abgastechnik ausgestattet. Alle anderen hätten weder einen Rußpartikelfilter noch einen Stickoxidkatalysator an Bord. „Mit dieser Alt-Abgastechnik belasten die Reedereien unnötig die Gesundheit von Küsten- und Hafenanwohnern, denn Verbesserungen sind längst möglich", teilte der NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller mit.

dpa

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