Indien

Verletzter Polizist stirbt nach Protesten gegen Massenvergewaltigung

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Bei Protesten gegen eine brutale Vergewaltigung ist in Indien ein Polizist getötet worden.

Neu Delhi - In der indischen Hauptstadt Neu Delhi haben die Proteste gegen eine brutale Vergewaltigung ein Todesopfer gefordert. Ein Polizist erlag am Dienstag seinen Verletzungen.

In der indischen Hauptstadt Neu Delhi haben die gewalttätigen Proteste gegen eine Massenvergewaltigung ein Todesopfer gefordert. Ein Polizist, der bei den Demonstrationen am Sonntag verletzt worden war, starb am Dienstag in einem Krankenhaus, berichteten die Behörden. Danach sollen bei den Protesten, die auch am Montag anhielten, 78 Polizisten und 60 Demonstranten verletzt worden sein. Die Demonstranten forderten ein schnelles Verfahren gegen sechs Männer, die vor rund einer Woche eine 23-jährige Frau in Neu Delhi brutal missbraucht haben sollen.

Die 23-Jährige sei mehrmals operiert worden, teilten die Ärzte am Dienstag mit. Ihr Zustand sei immer noch kritisch. Sie war am Sonntag vor einer Woche mit einem Freund in einen privaten Bus gestiegen. Dort schlugen die sechs Insassen die junge Frau und ihren Begleiter mit einer Eisenstange. Fast eine Stunde missbrauchten sie die 23-Jährige.

Bei ähnlichen Protesten hatte die Polizei im Bundesstaat Manipur am Sonntag einen Journalisten erschossen. In Imphal hatten aufgebrachte Mitglieder von Film- und Kulturorganisationen die Festnahme eines Mannes gefordert, der eine Schauspielerin belästigt haben soll.

dpa

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