Vandalismus in Bremen

Vermummte stürmen leeres Regierungsgebäude

+
Foto: Nach einem Anschlag auf das Gebäude des Senators für Inneres in Bremen ist eine Front zum Haupteingang der Behörde farbverschmiert.

Bremen - Vermummte stürmen in der Nacht das Dienstgebäude von Bremens SPD-Innensenator Mäurer. Dabei geht einiges zu Bruch. Die Motive sind ebenso unbekannt wie die Täter. Nun will die Polizei das Haus die ganz Nacht über bewachen.

Mehrere unbekannte Täter haben das Dienstgebäude von Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) angegriffen und dabei Sachschaden angerichtet. In der Nacht zum Samstag hätten etwa 15 Vermummte Pflastersteine auf das Gebäude geworfen und die Fassade mit Farbe besprüht, teilte die Polizei mit. Bei dem Vorfall seien fünf Fensterscheiben sowie ein "hochwertiger Blumenkübel" vor dem Eingang zerstört worden. Der Sachschaden liege bei mehreren Zehntausend Euro an. Verletzt wurde niemand.

Gegen 2 Uhr morgens hatten Jugendliche auf dem benachbarten Schulgelände die Angreifer überrascht. Die Schüler seien zuvor von einer Klassenfahrt zurückgekommen, sagte ein Polizeisprecher. Die Mädchen und Jungen hätten sich daraufhin in der Schule eingeschlossen und die Polizei alarmiert, da sie fürchteten, selbst Opfer der Angreifer zu werden.

Als ein Streifenwagen drei Minuten später eintraf, waren die Angreifer bereits wieder verschwunden. Parolen oder Flugblätter fand die Polizei am Tatort nicht. Sie geht allerdings davon aus, dass die Tat politisch motiviert war. Das Gebäude wird von der Polizei bewacht - bisher jedoch nicht rund um die Uhr.

"Wir werden nun für das Wochenende die Sicherheitsstufe heraufsetzen", sagte der Polizeisprecher. Das bedeute, dass nachts durchweg Beamte vor dem Gebäude postiert würden. Am Montag werde dann nach der Bewertung der Beweismittel, darunter Videoaufzeichnungen, entschieden, wie es weiter gehe.

dpa

Kommentare