Absturz der Germanwings-Maschine

Versicherung fordert Geld aus Lubitz' Nachlass

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Foto: Archivaufnahme von Andreas Lubitz vom 13. September 2009.

Montabaur/München - Wegen des Absturzes der Germanwings-Maschine fordert die Industrie-Versicherungssparte der Allianz Geld aus dem Nachlass des Copiloten Andreas Lubitz. Angeblich geht es um mehrere Millionen Euro.

Es handele sich um einen üblichen Vorgang bei einer Schadensregulierung, sagte eine Sprecherin. Dadurch würden nicht die Schadenersatzforderungen der Hinterbliebenen beeinflusst.

Sowohl der Nachlass-Insolvenzverwalter als auch das Amtsgericht Montabaur äußerten sich am Freitag nicht zu dem Fall, weil das Verfahren nicht öffentlich sei. Um wie viel es genau geht, sagte auch die Sprecherin der Versicherung nicht. Nach Angaben der "Bild"-Zeitung geht es um bis zu 7,5 Millionen Euro.

Der aus Montabaur im Westerwald stammende Lubitz hatte einen Germanwings-Airbus nach Überzeugung der Ermittler am 24. März absichtlich gegen einen Berg in Südfrankreich gelenkt. Alle 150 Menschen an Bord starben.

Lubitz war am 24. März der Co-Pilot des Germanwings-Fluges 4U9525 gewesen. Die Maschine stürzte auf dem Flug von Barcelona nach Düsseldorf in den französischen Alpen ab. Nach der Auswertung der Flugschreiber gehen die Ermittler davon aus, dass Lubitz den Airbus A320 Maschine absichtlich abstürzen ließ. Insgesamt starben 150 Menschen.

dpa

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