Zwischenfall bei Kontrollfahrt

Zu viel Kohlendioxid im Schacht Konrad

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Foto: Einblick in den Schacht Konrad.

Salzgitter - Wegen eines Fehlers bei der Bedienung der Belüftungsanlage haben zwei Mitarbeiter im Schacht Konrad unter Sauerstoffmangel gelitten. Bei dem Vorfall Ende Dezember sei ein Teil der sechsten Sohle in rund 1250 Metern Tiefe nicht ordentlich belüftet gewesen.

Das sagte Monika Hotopp, Sprecherin des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS). Es wurde eine erhöhte Konzentration an Kohlendioxid festgestellt. Verletzt wurde niemand.

Die beiden Mitarbeiter waren zu einer Kontrollfahrt unterwegs. Plötzlich sei der Motor ihres Fahrzeugs wegen Sauerstoffmangels ausgegangen. Die beiden Mitarbeiter hätten sofort ihre Sauerstoffgeräte aufgesetzt und seien zu Fuß durch den Stollen gegangen, bis die Atemluft besser war, sagte die Sprecherin. „In Bergwerken gibt es Bereiche, in denen nicht garantiert werden kann, dass sie durchgängig durch die natürliche Belüftung erreicht werden“, sagte Hotopp. „Entgegen geltender Anweisung haben die beiden Mitarbeiter die zusätzliche Belüftung nicht angeschaltet.“

Die erhöhte CO2-Konzentration führt das BfS auf sogenanntes Haufwerk, aus dem Bergwerk gebrochene Gesteinsbrocken, zurück. Dieses wurde in dem Bereich verfüllt. Nach dem Einschalten der Belüftung und einem Spülen des Bereichs sei die Konzentration wieder „in einem einwandfreien Zustand“ gewesen. Der Schacht Konrad wird zurzeit zum Endlager für schwach- und mittelradioaktiven Abfall umgebaut. Der Vorfall stelle „kein grundlegendes Sicherheitsdefizit für ein künftiges Endlager dar, betrifft aber Fragen des bergtechnischen Betriebs“, betonte Hotopp.

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