Ein Todesfall

Viele Einsätze an Silvester für Polizei und Feuerwehr im Norden

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Foto: Einsätze an Silvester: In Hannover kam es in der Silvesternacht zu einem Feuer in einem Hochhaus.

Hannover/Bremen - Silvester ist für viele Niedersachsen und Bremer die Nacht zum ausgelassenen Feiern. In diesem Jahr ziehen Feuerwehr und Polizei trotz vieler Einsätze eine positive Bilanz. In Bremen kam es aber zu einem tragischen Todesfall.

Das neue Jahr hat für die Polizei und Feuerwehr in Niedersachsen und Bremen mit vielen Einsätzen begonnen. Während Straßenreiniger am Dienstagmorgen Böller- und Raketenreste wegräumten, zogen die Einsatzkräfte eine positive Bilanz. „Wir hatten ein relativ normales Silvester. Zu wirklich großen Ereignissen ist es nicht gekommen. Es gab kleinere Schlägereien und Sachbeschädigungen aber nichts herausragendes“, sagte ein Sprecher das Niedersächsischen Innenministeriums am Dienstag.

Auch in Bremen wurde das neue Jahr ruhig gefeiert. „Wir hatten zwar zahlreiche Einsätze, allerdings nichts, was aus dem Rahmen fiel“, sagte eine Sprecherin der Polizei Bremen am Dienstag. Nur einen tragischen Zwischenfall habe es gegeben. Am Silvesterabend war eine Frau von einem Schiff gestürzt und gestorben. Feuerwehr und Polizei konnte die 61-Jährige noch aus dem Wasser retten. Sie starb kurze Zeit später im Krankenhaus.

Ein 24-Jähriger in Meppen wurden dagegen nach einer Schlägerei lebensgefährlich verletzt. Wie die Polizei mitteilte, wurde der Mann am Neujahrsmorgen bewusstlos auf der Straße gefunden. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar - wie auch im Fall eines 40-Jährigen aus Bad Bentheim der den Sohn seiner Lebensgefährtin in der Nacht zum Dienstag mit einem Hammer attackierte und schwer verletzte.

In Göttingen wiederum mussten acht Menschen, darunter drei Kleinkinder von der Feuerwehr aus ihren Wohnungen gerettet werden. Aus bislang unbekannter Ursache war im Keller des Mehrfamilienhauses ein Feuer ausgebrochen.

Eine Pfeffersprayattacke unterbrach außerdem in Braunschweig eine Silvesterparty. Ein Unbekannter hatte Reizgas in die Lüftungsanlage einer Gaststätte gesprüht, das sich daraufhin in der gesamten Kneipe verteilte, sagte ein Sprecher der Polizei. 25 Menschen klagten über Atemwegsbeschwerden, 6 davon mussten ins Krankenhaus.In Cuxhaven sorgte zudem ein reinlicher Hausverwalter für einen Brand, weil er nach der Silvester-Böllerei die abgebrannten Feuerwerkskörper einsammelte und in einen Müllbeutel packte - den er im Haus bunkerte. „Leider waren nicht alle Knaller aus und der Beutel fing an zu brennen“, erzählte ein Sprecher der Polizei Oldenburg. Zehn Anwohner kamen mit Rauchvergiftung in ein Krankenhaus.

dpa/mhu

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