Show der Superlative

Vorbereitungen für die MTV Music Awards in Frankfurt

Frankfurt - Heidi Klum moderiert die Show, Rihanna ist am häufigsten nominiert, Chart-Größen wie Alicia Keys stehen auf der Bühne. Die Verleihung der MTV Europe Music Awards am Sonntag in Frankfurt am Main wird in 700 Millionen Haushalte in der ganzen Welt übertragen.

Von Justin Bieber bis Greenday, von Rihanna bis Taylor Swift: Bei der Verleihung der neunzehnten MTV Europe Music Awards (EMAs) am Sonntag, den 11. November, geben sich viele internationale Musikstars in Frankfurt am Main die Ehre. Und das schon zum zweiten Mal - bereits im Jahr 2001 gastierte die Veranstaltung in der Frankfurter Festhalle.

Die Awards in Frankfurt sollen wie eine an den Zirkus angelehnte Fantasiewelt anmuten. „Es wird riesige Zahnräder geben, eine Glühbirne mit vier Meter Durchmesser und von der Decke hängende Gaukler", kündigte der für das Gesamterscheinungsbild der Preisverleihung verantwortliche Showdesigner Florian Wieder an. Gastgeberin Heidi Klum werde sich in das Konzept einfügen und verschiedene Moderationspositionen im Raum einnehmen, betonte der 44-Jährige. Die Festhalle nannte Wieder „die mit Abstand schönste Halle, in der die EMAs jemals veranstaltet wurden". Der Industriebau aus der Jahrhundertwende bilde einen „extrem guten Rahmen" für das Konzept.

Die Preisverleihung wird in diesem Jahr den Angaben zufolge auf mehr als 60 Kanälen gezeigt und soll fast 700 Millionen Haushalte weltweit erreichen. In Deutschland übertragen MTV und Viva live ab 21.00 Uhr. „Die EMAs schaffen es, eine ganze Stadt verrückt zu machen", betont Michael Frohoff, Geschäftsführer der mit der Pressearbeit beauftragten Agentur Kruger Media. Während der Verleihung kämen Fans aus dem Staunen gar nicht mehr raus, sagt Frohoff. „Das sind zwei Stunden Boah-Gefühl." Eintrittskarten für die Preisverleihung werden nicht verkauft, sondern ausschließlich bei Gewinnspielen verlost, unter anderem über ein soziales Netzwerk. „Insgesamt erwarten wir 7.000 bis 8.000 Zuschauer auf den Sitz- und Stehplätzen", sagt Frohoff.

Die Aufbauarbeiten in der Festhalle seien bereits seit dem vergangenen Wochenende im Gange, berichtet er weiter. Für die letzten Arbeiten am roten Teppich oder an den Garderoben sei noch über Freitag hinaus Zeit, die Bühne müsse dann aber fertig sein, da die ersten Stars am Samstag probten. Die EMAs wollten vor allem mit einer spektakulären Show aufwarten, sagt Frohoff. Live auftreten werden neben Taylor Swift unter anderem Muse, No Doubt, Carly Rae Jepsen, Rita Ora, Alicia Keys, Pitbull, The Killers und der südkoreanische Künstler Psy. „Ich freue mich sehr, meine internationale Jungfräulichkeit an die EMAs zu verlieren", sagte er im Gespräch mit MTV.

Die R&B-Sängerin Rihanna hat die besten Chancen, richtig abzuräumen. Sie ist sechsmal nominiert, Taylor Swift hat in fünf von insgesamt sechzehn Kategorien Chancen auf die Auszeichnung. Aus deutscher Sicht können sich Rapper Cro, die Reggae-Truppe Seeed, Udo Lindenberg sowie Tim Bendzko und die Chemnitzer Combo Kraftklub Hoffnung auf einen Award machen. Sie wurden für den Publikumspreis des besten deutschen Acts nominiert.

Durch den Abend führt Heidi Klum, die sich vorgenommen hat, die Show „supersexy" zu präsentieren. Sie werde von Kopf bis Fuß Versace tragen, vielleicht aber in letzter Minute noch schnell das Outfit etwas weiter machen lassen müssen, hatte Klum angekündigt. „Ich werde womöglich ein paar Pfund zulegen", scherzte sie über ihre Vorliebe für deutsche Küche. „Ich esse immer zu viel Schnitzel." Die EMAs wurden 1994 zum ersten Mal verliehen, 2001 heimsten in Frankfurt die US-Rockband Limp Bizkit, die HipHop-Gruppe Gorillaz und der britische Sänger Craig David bei der von Komiker Sacha Baron Cohen alias Ali G. moderierten Verleihung die meisten Awards ein. Diesmal kommen die Stars nicht nur für einen Abend ins Rhein-Main-Gebiet: Bei der nach Angaben von MTV „größten und längsten Award Week aller Zeiten" sind im Vorfeld der Verleihung bis Samstag 26 Acts in zwölf Locations zu hören und sehen, unter anderem spielen No Doubt am Freitag in Offenbach. "Wir können es kaum erwarten", ließ die Band über MTV verlauten. "Es ist schon eine Weile her, aber macht euch bereit zu rocken."

dapd/dpa

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