Wintereinbruch im März

Warum das Wetter derzeit Achterbahn fährt

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Für viele Menschen im Norden war am Montag Schneeschieben angesagt.

Offenbach - Dieser März hat in den ersten zehn Tagen fast alles geboten: Strahlenden Frühlingssonnenschein, aber auch einen massiven Kälteeinbruch von Norden mit Frost, Blitzeis und Schnee. Wir erklären, warum das Wetter derzeit Achterbahn fährt.

Es war ein Auf und Ab wie in der Achterbahn: Auf das strahlende Frühlingswetter folgte die Rückkehr des Winters. Ergiebige Schneefälle wie in diesen Tagen sind zwar nicht außergewöhnlich, aber das gibt es nicht jedes Jahr. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Ist dieses Auf und Ab ungewöhnlich? "Nein", sagt Meteorologin Dorothea Paetzold vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Der März sei bekannt für extreme Temperaturschwankungen. Möglich sind sowohl fast sommerlich warme wie bitterkalte Tage - je nachdem woher die Luftmassen kommen. Strömt Luft aus Nord- oder Nordosteuropa nach Deutschland wie gerade jetzt, ist sie im März meist sehr kalt. Kommt die Luft dagegen aus dem Mittelmeerraum, ist sie viel wärmer. Die Sonne kann sie dann auf frühsommerliche Werte aufheizen.

Wie groß ist die Temperaturspanne? Sogar Sommertage mit über 25 Grad wurden im März schon registriert, beispielsweise in den Jahren 1968 oder 1989 gegen Ende des Monats. Die höchste, deutschlandweit im DWD-Messnetz gemessene Märztemperatur lag bei 26,6 Grad, sie wurde am 28. März 1989 in Baden-Baden erreicht. Eistage mit Höchstwerten von unter null Grad sind vor allem Anfang des Monats keine Seltenheit. Im sächsischen Görlitz an der Grenze zu Polen betrug die Höchsttemperatur am 4. März 1971 minus elf Grad.

Sind die aktuellen Schneefälle rekordverdächtig? Nein. Zwar meldeten Walkendorf in Mecklenburg-Vorpommern am Montagmorgen 30 Zentimeter und Lübeck-Blankensee in Schleswig-Holstein 26 Zentimeter Schnee, aber das ist noch weit entfernt von Rekorden. In Lübeck türmte sich am 2. März 1965 eine 44 Zentimeter hohe Schneedecke, in Mecklenburg-Vorpommern meldete Ueckermünde an der Ostseeküste am 1. März 1979 sogar 49 Zentimeter Schnee, die bisher höchste gemessene Schneedecke in Mecklenburg-Vorpommern. Der Schnee-Rekord für Schleswig-Holstein stammt vom 17. März 1969, als St. Peter-Ording unter einer 80 Zentimeter dicken Schneedecke lag.

dpa/frs

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