Hochwasserlage

Das Wasser geht weiter zurück

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In Hitzacker ist die Evakuierung der Altstadtinsel aufgehoben worden.

Hitzacker/Lüneburg - Besserung ja, Entwarnung nein: Die Menschen an der vom Hochwasser getroffenen Elbe blicken auf kontinuierlich fallende Pegelstände und atmen langsam auf. Brenzlig bleibt die Lage aber weiter, denn die durchweichten Deiche sind anfällig.

Für die vom Hochwasser getroffenen Elbanlieger entspannt sich die Lage weiterhin: In Hitzacker (Kreis Lüchow-Dannenberg) und Neu Darchau (Landkreis Lüneburg) hielten die Deiche auch in der Nacht zum Samstag. Bis auf einen kurzen Stillstand in der Nacht sinke der Pegelstand der Elbe stetig, wenn auch nur langsam, teilte der Landkreis Lüchow-Dannenberg mit.

Innerhalb von zwölf Stunden falle die Wasseroberfläche um etwa sieben Zentimeter. „Hauptaufgabe ist es jetzt, die Deiche weiter zu beobachten und ihre Standfestigkeit zu überprüfen“, berichtete die Kreisverwaltung. In Vietze bei Gorleben seien bereits fast alle Häuser wieder mit Strom versorgt. Ein Sprecher des Landkreises berichtete: „In der Nacht gab es keine besonderen Vorkommnisse.“

Nach Angaben der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung sank der Pegelstand in Hitzacker seit Mitternacht bis zum Mittag merklich um zehn Zentimeter von 7,60 Meter auf 7,50 Meter. In Bleckede (Landkreis Lüneburg) betrug der Wasserstand am Mittag 11,37 Meter - acht Zentimeter weniger als noch um Mitternacht.

Die wichtige Brücke in Richtung Lauenburg an der Grenze zu Schleswig-Holstein sei in der Nacht wieder geöffnet worden, sagte ein Sprecher des Katastrophenstabs für den Landkreis Lüneburg. Auf der anderen Flussseite in Lauenburg kehrten am Samstagmorgen die ersten Bewohner in die evakuierte Altstadt zurück. Aus Lüchow-Dannenberg hieß es, dass die Stadtinsel Hitzacker voraussichtlich am Abend auch von Nicht-Anwohnern wieder betreten werden dürfe. Dort war die Evakuierung der Insel bereits am Freitagmorgen aufgehoben worden.

Entwarnung für das Elbe-Hochwasser in Niedersachsen gibt es allerdings noch nicht. An vielen Pegeln seien die Wasserstände noch ähnlich hoch wie bei den Hochwassern 2002 und 2011, hatte der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) bereits am Freitag erklärt.

dpa

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