Bau der Höchstspannungsleitung

Weil will Südlink unter die Erde bringen

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Foto: Südlink soll von 2022 an Windstrom von der Küste nach Bayern bringen.

Hannover - Immer mehr Politiker in Niedersachsen fordern, beim Bau der Höchstspannungsleitung Südlink stärker als bislang geplant auf Erdverkabelung zu setzen. Damit soll die Akzeptanz für das Projekt gesteigert werden.

„Es gibt sehr viel Unruhe bei uns im Land. Wir wissen aus Erfahrung, dass an neuralgischen Punkten Erdverkabelung sehr zur Akzeptanz beitragen kann“, sagte Ministerpräsident Stephan Weil der „Welt“. Zeit sei Geld, und auf manchen Streckenabschnitten komme man mit Erdkabeln sehr viel leichter voran.

Auch die Vertreter der von der Südlink-Trasse voraussichtlich betroffenen Kreise erneuerten ihre Forderung nach Erdverkabelung. Sie widersprachen dem Argument, dass sich dadurch die Kosten versechsfachen würden. Tatsächlich sei der Bau doppelt so teuer, sagte Hamelns Landrat Tjark Bartels. Weil ein Erdkabel seltener gewartet werden müsse, sei es über die Zeit sogar günstiger.

Die Bundesnetzagentur hatte jüngst vom Netzbetreiber Tennet eine Überarbeitung des Antrages gefordert, weil alternative Trassen nicht ausreichend berücksichtigt worden seien. Südlink soll von 2022 an Windstrom von der Küste nach Bayern bringen.

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