Wegen Sturmschäden

Weiter Ausfälle im Zugverkehr

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Foto: Noch dauern die Aufräumarbeiten auf den Bahnstrecken in Norden an. Zwischen Emden und Norddeich müssen Reisende noch bis mindestens Ende der Woche in Busse umsteigen.

Bremen - Nach den Schäden durch das Orkantief "Christian" ist es auch am Mittwoch im Zugverkehr in Niedersachsen und Bremen zu Verspätungen und Ausfällen gekommen. Die Strecke zwischen Hude und Nordenham war wegen Aufräum- und Reparaturarbeiten weiterhin gesperrt.

Spätestens am Donnerstagmorgen könnten die Züge aber wieder fahren, sagte eine Bahnsprecherin. Zwischen Emden und Norddeich müssen Reisende dagegen noch bis mindestens Ende der Woche in Busse steigen. Nach Angaben der Sprecherin sind dort so schwere Schäden entstanden, dass neue Masten für die Oberleitungen aufgestellt werden müssen. Auch für die Strecke Oldenburg - Leer stehen weiterhin Busse zur Verfügung, der Schienenersatzverkehr war wegen Bauarbeiten allerdings bereits vor dem Sturm geplant.

Am Montag hatte ein Orkan in Norddeutschland großen Schaden angerichtet. Der Sturm entwurzelte Bäume und zerstörte mehrere Gebäude. In Niedersachsen kam ein Mensch ums Leben. Wegen Schäden an Gleisen und Oberleitungen musste die Bahn den Zugverkehr auf vielen Strecken einstellen. Auf der Insel Borkum fegten Böen mit Rekordwerten von 191 Stundenkilometern durch den Ort und rissen am Strand Imbissbuden und Wachttürme aus den Verankerungen. Im Fischerdörfchen Greetsiel zerstörte der Orkan eine der beiden Zwillingsmühlen, eines der Wahrzeichen Ostfrieslands. Wie hoch der materielle Schaden in Bremen und Niedersachsen ist, kann derzeit noch nicht beziffert werden.

dpa

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