Einrichtungen in Niedersachsen

Weitere Aufnahmelager für Flüchtlinge geplant

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Die vorhandenen 3500 Plätze in Bramsche, Friedland, Braunschweig und Osnabrück (Bild) reichen bei weitem nicht aus.

Hannover - Niedersachsen plant die Einrichtung neuer Erstaufnahmelager für Flüchtlinge. Die bestehenden vier Einrichtungen platzen nach Angaben des Innenministeriums aus allen Nähten. Deshalb soll die Zahl auf sieben erhöht werden. Die möglichen Standorte sind noch unklar.

Das Land Niedersachsen will die Zahl der Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge von vier auf sieben erhöhen. Die vorhandenen 3500 Plätze in Bramsche, Friedland, Braunschweig und Osnabrück reichen bei weitem nicht aus. Details zu möglichen Standorten für die weiteren Erstaufnahmestellen sind noch unbekannt. Das sagte ein Sprecher des Innenministeriums der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ am Freitag.

Die bestehenden Einrichtungen in Bramsche, Friedland, Braunschweig und das im Dezember 2014 eröffnete Haus in Osnabrück platzten mitsamt ihren Nebenstellen aus allen Nähten. Die vorhandenen 3500 Plätze reichten bei weitem nicht aus. Zu möglichen Standorten für die weiteren Erstaufnahmestellen sagte der Ministeriumssprecher nach Zeitungsangaben nichts.

Die Bewältigung der steigenden Flüchtlingszahlen durch die Kommunen ist Thema eines Flüchtlingsgipfels am Freitag in Hannover. Innenminister Boris Pistorius (SPD) hat dazu rund 50 Vertreter aus Politik, Kommunen, Verbänden und privaten Initiativen eingeladen. Es geht um Maßnahmen, mit denen die Situation für Flüchtlinge verbessert werden kann.

Die Kommunen stellt die oft kurzfristige Aufnahme weiterer Flüchtlinge nicht nur vor finanzielle, sondern auch logistische Herausforderungen. Nach Ansicht des Städte- und Gemeindebundes muss die jährliche Zahlung an die Kommunen je Flüchtling von 6195 Euro auf 10.000 Euro angehoben werden.

dpa

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