Havariertes Contrainerschiff

Weiterfahrt für „Flaminia“ erteilt

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Eine Weiterfahrt des teilweise ausgebrannten Containerschiffs „Flaminia“ durch den Ärmelkanal wäre aus Sicht der Reederei unbedenklich.

Cuxhaven - Der havarierte Frachter "Flamina" darf nach dem Feuer an Bord in Richtung Nordsee weiterfahren. An Bord sind Ingenieure der Reederei und Mitarbeiter der Bergungsfirma.

Das teilweise ausgebrannte Containerschiff „Flaminia" darf durch den Ärmelkanal nach Deutschland fahren. Die Anrainerstaaten des Ärmelkanals hätten der Bergungsfirma die Erlaubnis zu der Reise erteilt, teilte eine Sprecherin des Havariekommandos in Cuxhaven am Freitag mit. Das Abschleppen werde voraussichtlich fünf Tage dauern. Nach einem Zwischenstopp in der Deutschen Bucht soll die Reise in Wilhelmshaven enden.

Sicherheitsbedenken hatte es nach Angaben der Reederei keine mehr gegeben. Das hätten Expertenteams bei einer Untersuchung des Schiffes festgestellt, teilte die Reederei NSB in Buxtehude mit. Die Temperatur im beschädigten Laderaum 7 sei auf 60 Grad gesunken, die Bergungsmannschaften müssten keine spezielle Schutzausrüstung tragen. Die Ruderanlage des Schiffes wurde in Betrieb genommen, auch die Energieversorgung funktioniert nach Angaben des Havariekommandos.

Während der Reise seien Ingenieure der Reederei und Mitarbeiter der Bergungsfirma an Bord. Sie stellten unter anderem sicher, dass die Feuerlöscheinrichtung an Bord jederzeit einsetzbar sei. Auch eine Brandwache gebe es.

Die knapp 300 Meter lange und mit mehr als 2800 Containern beladene „Flaminia" wartete zuletzt vor der britischen Küste. Sie war im Juli aus unbekanntem Grund auf dem Atlantik in Brand geraten. Ein Seemann starb, ein weiterer wird seither vermisst.

Schlepper sollen das Schiff zu einer Reede in die Deutsche Bucht bringen, wo Löschwasser und Betriebsstoffe abgepumpt werden sollen. Proben des Löschwassers werden zurzeit analysiert. Von den Ergebnissen werde abhängen, wie es geborgen und entsorgt werden muss. Anschließend ist geplant, das havarierte Schiff in den JadeWeserPort nach Wilhelmshaven zu bringen. Dort soll die "Flaminia" vollständig entladen werden. NSB plant eine anschließende Reparatur.

dpa

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